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Zuletzt aktualisiert: 23.08.2012 um 19:35 UhrKommentare

Dutzende Tote nach Kämpfen in Damaskus

Foto © APA

Die Kämpfe zwischen der syrischen Armee und den Revolutionsbrigaden haben sich am Donnerstag auf die Städte Damaskus und Aleppo konzentriert. Bis zu Mittag zählten Regimegegner 55 Tote. Der Bürgerkrieg heizt auch den Konflikt zwischen Befürwortern und Gegnern von Machthaber Assad im Libanon an. Zur Versorgung der Bevölkerung Syriens setzte sich indes die EU und das Rote Kreuz für Kampfpausen ein.

Die bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und der Opposition hätten sich derart intensiviert, dass in vielen Teilen des Landes Hilfe nur noch sehr eingeschränkt geleistet werden könne, sagte ein Sprecher vom Roten Kreuz. Nach jüngsten Angaben von EU und Vereinten Nationen benötigen mindestens 2,5 Millionen Menschen in Syrien dringend Hilfe, Zehntausende sind in Nachbarländer geflohen.

Am Donnerstag kamen nach Angaben von Aufständischen 55 Menschen ums Leben, darunter zehn Männer, deren Leichen im Damaszener Stadtviertel Kafr Susa gefunden wurden. Die Männer seien nicht im Kampf gefallen, sondern in Gefangenschaft getötet worden, hieß es.

Seit Beginn der Unruhen im März 2011 sind in Syrien nach Angaben der oppositionellen Syrischen Menschenrechts-Beobachter mindestens 24.495 Menschen getötet worden. Darunter seien 17.281 Zivilisten, sagte Rami Abdul-Rahman, der Leiter der in London ansässigen Organisation. 6.163 Soldaten der Regierung und 1.051 Rebellen seien gefallen.

Die syrische Regierung ist indessen mit der Ernennung des algerischen Diplomaten Lakhdar Brahimi zum Syriengesandten der Vereinten Nationen einverstanden. "Wir haben die UNO informiert, dass wir Herrn Brahimis Ernennung akzeptieren", sagte der stellvertretende Außenminister Faisal Mokdad am Donnerstag in Damaskus. Syrien hoffe, dass Brahimi den Weg zum nationalen Dialog ebnen und den Konflikt beenden könne. Brahimis Vorgänger Kofi Annan hatte seinen Auftrag nicht verlängern lassen, weil die UN-Vetomächte in der Syrienfrage uneins sind und sich im Sicherheitsrat gegenseitig blockieren.

Quelle: APA

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