Ehemaliger BZÖler Erich Tadler an Bord
Ein zweiter Abgeordneter für die Stronach-Partei ist gefunden: Erich Tadler, der "wilde Mandatar", hat seine Kandidatur bestätigt. FPÖ-Chef Strache schließt indes aus, dass es zu Überläufern aus der eigenen Partei kommen könnte. Nur "ausrangierte und gescheiterte Politiker" würden sich von Stronach "kaufen" lassen.

Foto © APAErich Tadler ist der zweite Abgeordnete der Stronach-Partei
Frank Stronach hat seinen zweiten Abgeordneten gefunden. Erich Tadler, vormals im BZÖ tätig, wird auf der Liste des Milliardärs kandidieren. Das bestätigte der "wilde Mandatar" der "Kronen Zeitung". Kommt zum vormaligen SPÖ-Mandatar Gerhard Köfer und Tadler noch ein dritter Abgeordneter hinzu, kann sich Stronach das Sammeln von Unterschriften für ein Antreten bei der Nationalratswahl sparen.
Gespräche mit dem austro-kanadischen Multimillionär habe es "schon seit längerem" gegeben und er könne sich mit Stronachs Ideen identifizieren, erklärte Tadler. Dass er mit Frank Stronach auch wegen seiner Herkunft einen guten Draht hat, gibt er gerne zu: "Beide sind wir gebürtige Steirer - seine grüne, steirische Herzlichkeit taugt mir richtig."
Tadler hatte 2010 im Zuge der Abspaltung der Kärntner Freiheitlichen den BZÖ-Klub verlassen müssen. BZÖ-Chef Bucher behauptete damals, Tadler habe seinen Verbleib bei den Orangen an finanzielle Bedingungen geknüpft, was dieser bestritt.
Seither war der Salzburger relativ unauffällig als "wilder Abgeordneter" tätig. Laut rund um ihn wurde es vor Stronach erst wieder bei der Fußball-Europameisterschaft in diesem Jahr. In Warschau meinten Augenzeugen gesehen zu haben, wie er eine Löwen-Statue vor dem polnischen Präsidentenpalast mit den deutschen Nationalfarben beschmiert habe. Tadler erklärte hingegen, die Farben lediglich weggewischt zu haben.
FPÖ-Obmann Strache schloss unterdessen aus, dass Nationalratsabgeordnete aus seinem Parlamentsklub zu Stronach überlaufen könnten. "Bei mir in meiner Partei weiß ich definitiv, dass im Nationalrat keiner sitzt, für den das Thema ist." Lediglich "ausrangierte und gescheiterte" Politiker hätten sich von Stronach "kaufen" lassen.













