Mindestens 20 Schiiten in Pakistan erschossen
Zehn bis zwölf bewaffnete Angreifer in Militäruniformen haben am Donnerstag im Norden Pakistans mindestens 20 schiitische Businsassen überfallen und erschossen. Die Zahl der Todesopfer könnte noch steigen. Nach Angaben der pakistanischen Behörden ereignete sich der Überfall im Bezirk Mansehra in der Region der Stadt Gilgit, etwa hundert Kilometer nördlich der Hauptstadt Islamabad.
Die Angreifer hätten den Bus gestoppt und einige Reisende aus dem Bus herausgeholt, sagte der Verwaltungschef von Mansehra, Khalid Omarzai. Die Männer hätten die Ausweise der Reisenden kontrolliert und dann "das Feuer eröffnet". Reuters sprach unter Berufung auf Behördenangaben von mindestens 22 Todesopfern.
Es handelte sich bereits um den dritten derartigen Angriff in der Region von Gilgit, einem beliebten Ausflugsort wohlhabender Pakistaner. Bei zwei ähnlichen Überfällen im Februar und im April diesen Jahres wurden insgesamt 27 Schiiten getötet. Die Minderheit der schiitischen Muslime steht im mehrheitlich sunnitischen Pakistan im Visier religiöser Extremisten.












