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Zuletzt aktualisiert: 12.08.2012 um 07:32 UhrKommentare

Bewaffnete griffen Friedenstruppe im Sinai an

Die Anschläge auf der ägyptischen Halbinsel Sinai nehmen kein Ende. Am Sonntag kam es zu erneuten Angriffen auf Friedenstruppen an der Grenze zu Israel. Ägypten hat in Abstimmung mit Israel mehr Truppen am Sinai stationiert.

Foto © Reuters

Eine Gruppe bewaffneter Männer hat am Sonntag auf Friedenstruppen auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel an der Grenze zu Israel das Feuer eröffnet, sagte ein Informant im Sicherheitsdienst im Sinai. Die Gruppe Bewaffneter habe zunächst das Feuer auf einen Polizeiposten eröffnet und später UNO-Friedenssoldaten beschossen, sagten Vertreter der Sicherheitsbehörden am Sonntag.

Der Vorfall ereignete sich eine Woche nach dem Beginn einer militärischen Operation gegen Militante, die hinter einem blutigen Anschlag auf einen Grenzübergang vom vergangenen Sonntag vermutet werden. Dabei wurden 16 ägyptische Soldaten getötet. Ägyptische Behörden haben am Samstag Anklage gegen fünf mutmaßliche Extremisten erhoben. Ihnen wird die Ausbildung von Jihadisten vorgeworfen.

Ägyptische Behörden haben unterdessen im Zusammenhang des Sinai-Vorfalls von vor einer Woche Anklage gegen fünf mutmaßliche Extremisten erhoben. Ihnen wird die Ausbildung von Jihadisten vorgeworfen. Einige von ihnen sollen auch an früheren Angriffen auf Polizeiwachen sowie an Menschen- und Waffenhandel zwischen Ägypten, dem Gazastreifen und Israel beteiligt gewesen sein.

In der Sinai-Wüstenregion leben Beduinenstämme, die sich von der Regierung in Kairo im Stich gelassen fühlen, aber auch anti-israelische Extremisten, Waffen- und Drogenschmuggler sowie Al-Kaida-Sympathisanten. Seit dem Sturz des langjährigen Präsidenten Mubarak im vergangenen Jahr hat sich die Sicherheitslage in dem Gebiet verschlechtert. Israel befürchtet, dass der Sinai sich zum Rückzugsgebiet für Islamisten entwickelt, die von dort aus gemeinsam mit Extremisten aus dem Gazastreifen Anschläge auf den jüdischen Staat verüben könnten und so den Friedensvertrag mit Ägypten gefährden.

Quelle: APA

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