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Zuletzt aktualisiert: 12.08.2012 um 14:08 UhrKommentare

Erneut Kämpfe in der syrischen Metropole Aleppo

Foto © APA

Syrische Regierungstruppen haben am Sonntag ihre Angriffe in der umkämpften Stadt Aleppo fortgesetzt. Ihre Artillerie beschoss die nordöstlichen Stadtteile Hananu und Al-Schaar, berichteten die Syrischen Menschenrechtsbeobachter in London. Neue Zusammenstöße wurden aus dem südwestlichen Bezirk Salaheddin gemeldet. Rebellen griffen dort die Regimetruppen an.

Die Aufständischen waren vor drei Tagen aus Salaheddin verdrängt worden, das sie bis dahin kontrolliert hatten. Die Kämpfe um die strategisch wichtige Metropole im Norden des Landes dauern seit drei Wochen an.

Am Morgen waren laut Aktivisten auch in der Hauptstadt Damaskus Schüsse zu hören, beschossen worden seien zudem die Ortschaften Al-Tal und Harista in der Provinz Damaskus. Kämpfe gab es den Angaben zufolge auch in Ortschaften der südlichen Provinz Daraa.

Nach Angaben der Beobachtungsstelle waren am Samstag landesweit mindestens 148 Menschen getötet worden, unter ihnen 85 Zivilisten. Die Zahlen lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Die Beobachtungsstelle gibt die Zahl der Toten seit Beginn der Proteste gegen Syriens Staatschef Assad im März 2011 mit mehr als 21.000 an.

Im saudi-arabischen Jeddah kommen am Sonntag die Außenminister des Golf-Kooperationsrates zusammen, um über den weiteren Umgang mit dem Konflikt und die Nachfolge für den scheidenden Syrien-Sondergesandten Annan zu beraten. Der gemeinsame Vermittler von UNO und Arabischer Liga hatte sein Ausscheiden für Ende August angekündigt und den Umgang der Staatengemeinschaft mit dem Syrien-Konflikt als zu unentschlossen kritisiert. Als Favorit für seine Nachfolge gilt der frühere algerische Außenminister Lakhdar Brahimi.

Der deutsche Außenminister Westerwelle sprach sich unterdessen in der "Bild" für ein Verfahren gegen Assad vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag aus. Um weiteres Blutvergießen zu vermeiden, ist für ihn aber auch eine Ausreise Assads ins Exil denkbar. Der deutsche Außenminister lehnte erneut ein militärisches Eingreifen in Syrien ab.

Quelle: APA

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