Gerichtshof fordert Infos über Gaddafi-Sohn

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Libyen muss den Internationalen Strafgerichtshof über die Haftbedingungen für Saif al-Islam al-Gaddafi, den Sohn des getöteten libyschen Staatschefs, informieren. Die Richter setzten Tripolis dafür am Donnerstag in Den Haag eine Frist bis zum 7. September. Das Gericht beschuldigt den Sohn Muammar al-Gaddafis der Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Er soll für Morde und Verfolgung während des Aufstandes in Libyen 2011 mitverantwortlich sein. Die Richter wiesen daraufhin, dass der Sohn des getöteten Staatschefs seit neun Monaten festgehalten werde. Die neue libysche Regierung muss erklären, ob er in dem Land einen Verteidiger habe.
Nach Angaben seiner Anwälte in Den Haag wird Gaddafi von der Außenwelt abgeschottet. Er selbst befürchte einen Schauprozess und wolle sich lieber vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag verantworten. "Ich habe keine Angst zu sterben, aber wenn sie mich nach einem solchen Prozess hinrichten, dann ist das wie Mord", zitierten die Verteidiger den Gaddafi-Sohn.
Das Gericht hat auch gegen den Ex-Sicherheitschef des Militärs, Abdullah Senussi, Haftbefehl erlassen. Der libysche Übergangsrat hatte sich geweigert, beide auszuliefern, und in Den Haag beantragt, den Fall der libyschen Justiz zu übertragen.













