Mindestens fünf Tote nach Feuergefecht in Sanaa
Soldaten und Polizisten haben sich am Dienstag im Zentrum der jemenitischen Hauptstadt Sanaa ein schweres Feuergefecht geliefert. Mindestens fünf Menschen kamen dabei ums Leben, wie jemenitische Medien berichtete. Die Gründe für die blutige Konfrontation waren zunächst nicht klar. Bei den Soldaten handelte es sich den Angaben zufolge um Angehörige der Brigade von General Ali Mohsen al-Ahmar.
Die Nachrichtenagentur Reuters sprach unter Berufung auf medizinische Kreise von acht Toten bei Kämpfen zwischen Regierungstruppen und bewaffneten Stammesangehörigen, die gegenüber dem ehemaligen Machthaber Ali Abdullah Saleh loyal seien und versucht hätten, das Innenministerium zu stürmen.
Die Gefechte erfolgten zwei Tage, nachdem Dutzende ehemalige Regierungssoldaten mit Waffen das Innenministerium gestürmt hatten. Ihre Aktion hatten sie damit begründet, dass die Zusage, sie in die Polizei zu übernehmen, immer noch nicht erfüllt sei. Bei diesem Zwischenfall wurde niemand verletzt.
Im Jemen ist die Lage auch nach dem Rücktritt des langjährigen Machthabers Saleh im Jänner dieses Jahres instabil. Al-Ahmar war der erste Militärkommandant, der sich während des fast einjährigen Ringens um die Entmachtung des Präsidenten von diesem losgesagt hatte.












