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Zuletzt aktualisiert: 22.07.2012 um 13:35 UhrKommentare

Behörden alarmiert über Schweizer AKW Mühleberg

Foto © APA

Das Umweltministerium in Wien hat in einer groß angelegten Studie das Gefahrenpotenzial des Schweizer Atomkraftwerks Mühleberg untersuchen lassen. Das Dokument geht offenbar von verheerenden Folgen für Österreich aus. Die Resultate befinden laut der "SonntagsZeitung" noch unter Verschluss, doch dem Blatt liegt nach eigenen Angaben eine Kurzzusammenfassung vor.

Die Verantwortlichen orten demnach diverse technische Mängel beim Reaktor in Mühleberg bei Bern. Bei ungünstiger Wetterlage müssten im Fall eines schweren Störfalls gar Teile der österreichischen Bevölkerung mit Jodtabletten versorgt werden und sich in Schutzräume begeben.

Laut dem Blatt sind die österreichischen Behörden alarmiert und wollen deshalb den Druck auf die Schweiz erhöhen. Aus amtsinternen Dokumenten gehe hervor, dass die Resultate bereits an die zuständigen Schweizer Behörden übermittelt wurden und das Umweltministerium auf eine baldige Antwort hinsichtlich der offenen Sicherheitsfragen dränge. Seitens des Ministeriums in Wien war am Sonntag zunächst niemand für eine Stellungnahme gegenüber der APA zu erreichen.

Pikant an der Sache ist, dass sich im Anhang der Studie offenbar eine Liste mit geheimen Unterlagen befindet, die dem Umweltministerium sowie der Öffentlichkeit in Österreich und der Schweiz nicht zugänglich seien. Die Österreicher verlangen Einsicht, da sie die Ergebnisse verändern könnten.

Das Schweizer Bundesamt für Energie (BFE) bestätigte den Eingang der Studienergebnisse. Das BFE beauftragte das Schweizerische Nuklearinspektorat (ENSI) mit der Sichtung und erwartet eine Stellungnahme. Laut dem ENSI soll diese an einem Expertentreffen im Rahmen des bilateralen Nuklearinformationsabkommens zwischen der Schweiz und Österreich besprochen werden.

Quelle: APA

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