Nun auch Proteste der spanischen Arbeitslosen
In Spanien bekommt die Protestbewegung gegen den Sparkurs der Regierung neuen Zulauf. Tausende Arbeitslose, die zu Fuß Hunderte Kilometer liefen, um die Hauptstadt Madrid zu erreichen, schlossen sich am Wochenende den Protesten an. Sie kamen aus Andalusien, dem nördlichen Katalonien und anderen Regionen des krisengeschüttelten Landes, in dem fast jeder Vierte ohne Arbeit ist.
Die überwiegend jugendlichen Demonstranten hielten Plakate hoch, pfiffen und riefen Protestslogans, während sie durch die Hauptstadt marschierten. Zum Klang von Trommeln und Trompeten ging es vom Prado-Museum friedlich zur Kundgebung auf dem zentralen Platz Puerta del Sol, dem symbolischen Ort, zahlreicher sozialer Proteste. Dort setzten sich die Demonstranten auf den Boden und hielten eine "Volksversammlung" ab.
Vor zwei Wochen hatte die Regierung von Rajoy ein Paket verabschiedet, das neue Einsparungen in Höhe von 65 Milliarden Euro vorsieht. Dazu gehören auch Kürzungen bei der Arbeitslosenhilfe. Spanien hat seine Euro-Partner um bis 100 Milliarden Euro gebeten, um die strauchelnden Banken zu stützen und muss im Gegenzug, weitreichende Reformen umsetzen.













