Stöger-Kritik an Bonus-System der SVA

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Kritik am Bonus-Modell der gewerblichen Sozialversicherung (SVA) kommt von Gesundheitsminister Stöger. SVA-Versicherte können im Rahmen ihrer Vorsorgeuntersuchung "Gesundheitsziele" vereinbaren, also etwa Gewicht reduzieren oder das Rauchen aufgeben. Werden die Ziele erfüllt, zahlen sie weniger Selbstbehalt. Stöger bezeichnete das Modell am Sonntag im Ö1-Morgenjournal als Bestrafung der Kranken.
Der SPÖ-Minister forderte stattdessen die generelle Abschaffung der Selbstbehalte. Derzeit müssen SVA-Versicherte bei jedem Arztbesuch 20 Prozent Selbstbehalt bezahlen, bei Einhaltung der Gesundheitsziele sinkt der Betrag auf 10 Prozent der Arztkosten. Für Stöger kommt es einer Bestrafung der Kranken gleich, wenn diese beim Arzt mehr bezahlen müssten als gesunde Patienten.
"Selbstbehalte gehören generell abgeschafft", sagte der Minister in Richtung der vom ÖVP-Wirtschaftsbund dominierten Sozialversicherung der Gewerblichen Wirtschaft. Als Vorbild für die Gebietskrankenkassen sieht Stöger das SVA-Modell nicht. Die Versicherten der Gebietskrankenkassen würden nämlich ohnehin häufiger zu Vorsorgeuntersuchungen gehen - u.a. deshalb, weil sie beim Arztbesuch keinen Selbstbehalt bezahlen müssten, so Stöger.Die
Die SVA weist die Kritik Stögers zurück. SVA-Vizeobmann Peter McDonald betonte, dass SVA-Versicherte für Vorsorgeuntersuchungen nichts bezahlen müssten. ÖVP-Gesundheitssprecher Rasinger warf dem SPÖ-Minister vor, der ÖVP-dominierten SVA "aus parteipolitischen Gründen" den Erfolg zu neiden, mit dem Bonus-System die Zahl der Vorsorgeuntersuchungen deutlich gesteigert zu haben.













