Neues Parlament in Republik Kongo gewählt
In der Republik Kongo ist am Sonntag der erste Durchgang der Parlamentswahl abgehalten worden. Rund zwei Millionen Wahlberechtigte waren aufgerufen, über die 135 Parlamentssitze abzustimmen. Zur Wahl standen 1.200 Kandidaten, darunter 124 Frauen. Die zweite Runde ist für den 5. August geplant. Wie ein Korrespondent berichtete, gab kam es bei der Einrichtung der Wahllokale öfters zu Verzögerungen.
In Teilen der Hauptstadt Brazzaville konnte die Wähler daher erst mit stundenlanger Verspätung mit der Stimmabgabe beginnen. Wegen einer Explosion in einem Munitionsdepot Anfang März mit 300 Toten wurde in drei Bezirken der Stadt gar nicht gewählt, weil sich die Wahl dort nicht organisieren ließ. In einem weiteren Stadtteil musste die Wahl verschoben werden, weil Demonstranten einen Minister an einer Wahlkampfveranstaltung gehindert hatten.
Im Parlament hielt bisher die Kongolesische Arbeiterpartei (PCT) von Staatschef Denis Sassou-Nguesso mit ihren Verbündeten die Mehrheit. Die Opposition verfügte über lediglich etwa ein Dutzend Abgeordnete. Es wird damit gerechnet, dass das Lager des Präsidenten bei der diesjährigen Wahl die absolute Mehrheit erzielt.
2007 war die Parlamentswahl in dem zentralafrikanischen Land von Betrug überschattet worden. Wahlbeobachter der Afrikanischen Union beklagten zudem weitere Verstöße gegen den Ablauf der Wahl. Auch der Urnengang am Sonntag wurde von Beobachtern der AU, der zentralafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft und verschiedener kongolesischer NGOs überwacht.












