USA weiten Sanktionen gegen Iran aus
Die US-Regierung hat am Donnerstag in einem vorwiegend symbolischen Schritt ihre Sanktionen gegen mehr als 50 iranische Firmen und Institutionen verschärft, die am umstrittenen Atomprogramm des Landes beteiligt sein sollen. Wie das US-Finanzministerium mitteilte, betreffen die Maßnahmen vor allem Staatsfirmen, die mit den Streitkräften und den Revolutionsgarden verbunden sind.
Demnach wird das Vermögen der Firmen in den USA eingefroren und Geschäfte mit ihnen werden fortan unter Strafe gestellt. Solange der Iran nicht auf die Sorgen der internationalen Gemeinschaft wegen des Atomprogramms reagiere, werde der Druck weiter verschärft, erklärte der für den Anti-Terrorkampf zuständige Staatssekretär David Cohen. Die meisten der Institutionen stehen bereits seit 2005 auf der US-Sanktionsliste. Da einige jedoch seitdem den Namen gewechselt oder anderen Ministerien zugeordnet worden sind, aktualisierte das Finanzministerium seine Sanktionsliste.
So wurden 57 Schiffe der staatlichen Schifffahrtsgesellschaft benannt, die infolge ihrer Platzierung auf der Sanktionsliste den Namen oder die Flagge gewechselt hatten. Zudem seien sieben neue Schiffe auf die Liste aufgenommen worden, erklärte das Finanzministerium. Außerdem würden zusätzliche Schritte unternommen, um Firmen und Banken zu identifizieren, die dabei helfen, die bereits bestehenden Sanktionen zu umgehen, teilte das Finanzministerium am Donnerstag in Washington mit.
Im Streit um eine mögliche Blockade der Straße von Hormus durch den Iran haben die Vereinigten Staaten derweil mehrere dutzend kleine Minenräumfahrzeuge im Persischen Golf in Stellung gebracht. Die ferngesteuerten Geräte vom Typ Sea Fox könnten iranische Unterwasserminen ausfindig machen und zerstören, sagte ein Angehöriger der US-Marine am Donnerstag und bestätigte damit einen Bericht der Zeitung "Los Angeles Times".












