Stronach in der ZIB2: "Sie wollen streiten mit mir?"
Frank Stronach teilte am Dienstag in der ZIB 2 aus: Den Rettungsschirm ESM bezeichnete er als "Europäische Schuldenmacherei" und "Insolvenzverschleppung". Ex-Magna-Chef Siegfried Wolf sieht er als nächsten Bundeskanzler.

Foto © ReutersFrank Stronach hegt politische Ambitionen
Keinen Zweifel lässt der Gründer des Weltkonzerns Magna, Frank Stronach, daran, dass er eine neue Partei gründen möchte. Keinen Zweifel ließ er in der gestrigen ZIB 2 auch an seinem gewünschten Spitzenkandidaten: Ex-Magna-Chef Siegfried Wolf, der derzeit in Russland arbeitet. "Sigi, du bist unabhängig, hast einigermaßen Geld, denk darüber nach, ob du Österreich dienen willst", hat Stronach seinem Ex-Mitarbeiter gesagt. Auf die Frage, was Wolf geantwortet hat, meinte Stronach: "Er hat nicht Nein gesagt. Er denkt nach. Und ich habe ihm gesagt: Sigi, du wärst ein sehr guter Bundeskanzler."
Ebenfalls Gespräche führte Stronach mit BZÖ-Chef Josef Bucher. "Das ist ein netter Bursch, aber Freunde haben zu mir gesagt: Frank, mach was Neues", erklärte Stronach auf die Frage, ob er das BZÖ unterstützen werde. Zuvor hatte sich der Studiogast wenig geneigt gezeigt, auf die Fragen von Lou Lorenz-Dittlbacher zu antworten. "Ich bin Steuerzahler, ich verlange, dass ich das Recht hab, hier auszudrücken, was ich rüberbringen will", polterte Stronach. "Sie wollen streiten mit mir?", schickte er kampfeslustig nach, bevor er schließlich doch bereit war auf die Fragen der Journalistin zu antworten.
Massiv kritisierte er neuerlich den Rettungsschirm ESM, der mit den Stimmen der Grünen beschlossen werden soll: "Das ist eigentlich eine Insolvenzverschleppung." Österreich solle EU-Mitglied bleiben, aber zum Schilling zurückkehren, meinte Stronach . Zu den Warnungen der Wirtschaftsforscher über die Folgen meinte er: "Wer sind diese Wirtschaftsforscher? Die haben noch nie Löhne bezahlt."












