Israel nahm Abschied von Yitzhak Shamir

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Israel hat am Montag Abschied von seinem ehemaligen rechtsgerichteten Ministerpräsidenten Yitzhak Shamir genommen, der am Samstag 96-jährig verstorben war. Der Sarg mit Shamirs Leichnam wurde im Gebäude der Knesset in Jerusalem aufgebahrt, das Staatsbegräbnis fand am Herzlberg statt. Parlamentspräsident Rivlin bezeichnete ihn in seiner Trauerrede als unzerstörbaren Fels.
Ministerpräsident Netanyahu hatte Shamir, in dessen Regierungszeit über eine Million Juden aus der damaligen Sowjetunion ins Land geholt wurden, als einen der Gründerväter Israels gewürdigt. Der Verstorbene hatte zu den steckbrieflich gesuchten Führern der sogenannten Stern-Bande gehört, einer Terroristengruppe, die 1948 in Jerusalem den Beauftragten der Vereinten Nationen Graf Folke Bernadotte von Wisborg ermordet hatte. Der Neffe des schwedischen Königs und Präsident des Schwedischen Roten Kreuzes wurde zusammen mit seinem französischen Begleitoffizier Oberst Andre Serot erschossen. Die von Avraham Stern gegründete radikalzionistische paramilitärische Untergrundorganisation hieß eigentlich Lechi - "Lochamei Cherut Yisrael" (Kämpfer für die Freiheit Israels) - und kämpfte gegen die britische Mandatsmacht.
Der 1915 in der Kleinstadt Ruzinoy (heute in Weißrussland) geborene Shamir (er führte mehrere Namen, u.a. Jazernicki) war Mitte der 1930er-Jahre in das damalige britische Mandatsgebiet Palästina ausgewandert. Dort kämpfte er zuerst in der jüdischen Untergrundorganisationen Irgun Zvai Leumi, von der sich die Stern-Fanatiker abspalteten. Von 1938 bis 1984, sowie von 1986 bis 1992 war er Regierungschef.












