Nach EU-Gipfel: "Signale sind ermutigend"
Der Weltbankenverband IIF hat die Beschlüsse des Brüsseler EU-Gipfels begrüßt. Die Schuldenkrise sei noch lange nicht gelöst, es gebe aber einen Fortschritt.

Foto © ReutersAngela Merkel bei einer Pressekonferenz nach dem Gipfel
"Die Signale sind ermutigend", sagte der scheidende IIF-Geschäftsführer Charles Dallara am Freitag in München. Natürlich sei die Schuldenkrise in der Euro-Zone noch lange nicht gelöst. "Gab es aber Fortschritt? Ja." Es seien Maßnahmen ergriffen worden, die primär kurzfristig den Zinsdruck von manchen schuldengeplagten Ländern nehmen könnten. Einige Schritte für mittelfristig angelegte Projekte seien aber noch nicht geklärt, vor allem in den Details.
Dallara unterstützte auch den Plan, eine gemeinsame Bankenaufsicht in der Euro-Zone zu schaffen. Die Kontrolle soll nach dem Willen der Staats- und Regierungschefs in der Euro-Zone künftig unter Beteiligung der Europäischen Zentralbank (EZB) organisiert werden. In einem zweiten Schritt soll dem Rettungsfonds EFSF dann erlaubt werden, angeschlagene Banken direkt mit Kapital zu versorgen.
Dallara ergänzte, es dürfe nach dem Schuldenschnitt von über 50 Prozent zugunsten Griechenlands keine weiteren Haircuts geben. Private Gelder seien auch in Zukunft nötig, um die Staaten über Anleihen zu finanzieren. In diesem Zusammenhang dürfe der private Sektor nicht übermäßig belastet werden und Investoren dürften nicht als Feinde angesehen werden. Vielmehr seien finanziell noch stärker ausgestattete Rettungsschirme wünschenswert.












