Waffenruhe im Gazastreifen hält weitgehend
Nach drei Tagen blutiger Kämpfe hat sich die Lage im palästinensischen Gazastreifen und in Südisrael weitgehend beruhigt. Der bewaffnete Arm der radikalislamischen Hamas, die "Brigaden Ezzedin al-Kassam", bekundete seine Bereitschaft zu einer Waffenruhe. Sollte Israel "seine Verbrechen" beenden, würden auch die Kassam-Brigaden und die anderen Widerstandsgruppen ihre Angriffe einstellen, hieß es.
Unter Vermittlung Ägyptens sei ein Ende der Feindseligkeiten ab Donnerstag 00.00 Uhr vereinbart worden, sagte ein ranghohes Hamas-Mitglied, das namentlich nicht genannt werden wollte. Die Bilanz der dreitägigen Gewalt: auf palästinensischer Seite elf Tote und 15 Verletzte, in Israel vier Verletzte. Eine offizielle israelische Reaktion lag zunächst nicht vor. Israels Position lautete in der Vergangenheit stets: Ruhe werde mit Ruhe, Feuer mit Feuer erwidert. Seit Montag waren nach Angaben des israelischen Militärs mehr als 130 Raketen und Granaten in Israel eingeschlagen. Die israelische Luftwaffe flog Dutzende von Angriffen.
Auch nach dem Beginn der Waffenruhe schlugen noch einige Raketen in Israel ein, die nach Angaben aus dem Gazastreifen von radikalen Splittergruppen abgefeuert wurden. Israels Luftwaffe griff zunächst nicht mehr ein.
Die letzten beiden Todesopfer wurden am Donnerstag aus einem unterirdischen Unterstand im Norden des Gazastreifens geborgen, der nach einem israelischen Bombenangriff vom Vortag instabil geworden war und in der Früh einstürzte. Trotz der hohen Verluste auf palästinensischer Seite gab sich die herrschende Hamas siegreich: Den Israelis sei "eine Lektion erteilt worden, die sie so schnell nicht vergessen" würden, teilte die Organisation mit.












