Syrisches Militär beschoss Homs trotz Waffenruhe

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Die syrische Armee hat am Donnerstag den Beschuss der Stadt Homs nach Angaben von Einwohnern fortgesetzt. Zuvor hatte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) erklärt, Regierungstruppen und Aufständische hätten einer vorübergehenden Waffenruhe zugestimmt, damit die Hilfsorganisation Hunderte von Bewohnern in Sicherheit bringen könne.
Rettungsteams stünden bereit und warteten nur darauf, dass letzte Vorbereitungen abgeschlossen würden. Aus einem der Stadtbezirke, in den die Helfer fahren wollten, berichtete ein Einwohner, zu Tagesanbruch habe es noch schweren Beschuss gegeben. Später sei er aber abgeflaut. Homs ist einer der zentralen Schauplätze des seit mehr als 15 Monaten anhaltenden Aufstands gegen das Regime des Präsidenten Assad. In den vergangenen eineinhalb Wochen haben sich die Auseinandersetzungen offenbar zugespitzt.
Erstmals seit Beginn der Kämpfe in Syrien ist ein Pilot mit seiner Militärmaschine desertiert. Er setzte sich am Donnerstag ins Nachbarland Jordanien ab, wo ihm die Regierung Asyl gewährte. Das Verteidigungsministerium in Damaskus brandmarkte den Piloten als Vaterlandsverräter und forderte von Jordanien die Aushändigung des Kampfjets vom Typ MiG-21. Der spektakuläre Vorfall dürfte nicht nur die Beziehungen der beiden Nachbarn belasten, sondern auch den Rebellen einen Motivationsschub geben, die bereits Tausende Deserteure in ihren Reihen zählen.
Russland hat unterdessen Forderungen des Westens nach einem Machtwechsel in Syrien als sinnlos bezeichnet. Ein freiwilliger Abgang von Präsident Assad sei nicht in Sicht, sagte Außenminister Lawrow am Donnerstag. Russland werde auch seine Rüstungsverträge mit Syrien einhalten und weiter Verteidigungssysteme liefern, betonte Lawrow.












