Drexler: "Speerspitze des geriatrischen Populismus"
Steirische ÖVP entrüstet über Attacke von Seniorenbundchef Khol: Hermann Schützenhöfer hatte sich für eine stufenweise Anhebung des Pensionsantrittsalters auf 67 Jahre ausgesprochen und wurde von Khol rüde zurechtgewiesen.

Foto © APSeniorenbundobmann Andreas Khol hatte Schützenhöfer massiv angegriffen
Schwere Geschütze fährt die steirische ÖVP gegen Seniorenbundobmann Andreas Khol auf, der ÖVP-Chef Hermann Schützenhöfer wegen der Forderung nach einer schrittweisen Anhebung des Pensionsalters auf 67 Jahre massiv angegriffen hatte. ("Bei den Pensionen ist Schützenhöfer das Salzamt.")
Edlinger-Ploder fordert Entschuldigung
ÖVP-Klubobmann Christopher Drexler meint gegenüber der Kleinen Zeitung, Khol versuche sich als "Speerspitze des geriatrischen Populismus." Der Chef der ÖVP-Senioren sei der "siamesische Zwilling Karl Blechas, von dem man sich wünsche würde, dass er mit 67 in den tatsächlichen Ruhestand getreten wäre." Khol ist 71. ÖVP-Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder fordert eine Entschuldigung von Khol.
Sachlicher die Kritik der ÖVP-Nationalräte Martin Bartenstein und Reinhold Lopatka. Bartenstein fordert "mehr Ehrlichkeit und Offenheit in der Pensionsdebatte" ein. Österreich sei ja Frühpensionsweltmeister. Lopatka: "Von der ÖVP erwarte ich mir eine offene Diskussion, weil die ÖVP nicht nur die Senioren, sondern auch die Jugend vertreten sollte." Sogar Sebastian Kurz, Obmann der Jungen ÖVP, meldet sich zu Wort: "Angesichts der Demografie muss man sich auch Gedanken über eine Anhebung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters machen."













