Iranische Delegation zu Atomgesprächen in Moskau

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Die iranische Delegation unter der Leitung von Chefunterhändler Jalili ist zu neuen Verhandlungen über das Atomprogramm des Landes in Moskau eingetroffen. Der Beginn der Gespräche zwischen den fünf UNO-Vetomächten und Deutschland mit dem Iran ist für Montag geplant. Jalili sagte, das Treffen könne zu einem Durchbruch führen, wenn die Weltmächte zu einer seriösen Zusammenarbeit bereit seien.
Die Vertreter der sogenannten 5+1-Gruppe (die fünf UNO-Vetomächte China, Russland, Frankreich, Großbritannien und die USA sowie Deutschland) wollen in Moskau die Bemühungen um eine friedliche Lösung im Atomstreit mit dem Iran fortsetzen. Deutschlands Außenminister Westerwelle forderte die iranische Führung zu einem Entgegenkommen auf. "Nach den Gesprächen zum iranischen Nuklearprogramm in Istanbul und Bagdad ist es nun an der Zeit für belastbare Schritte zur Vertrauensbildung", sagte der Minister nach Angaben seines Ministeriums am Sonntag.
Der Westen verdächtigt Teheran, unter dem Deckmantel eines zivilen Nuklearprogramms an Atomwaffen zu arbeiten. Die iranische Führung bestreitet dies. Russland will den Iran davon abbringen, das Uranm im eigenen Land anzureichen und schlägt vor, den umstrittenen Prozess ins Ausland zu verlagern. Moskau warnte zugleich erneut vor einseitigen US-Sanktionen gegen den Iran, weil diese russischen Unternehmen schaden könnten.
Israel hat mehrfach indirekt mit Militärschlägen auf iranische Atomanlagen gedroht. Der Iran hat mehrmals Zugeständnisse signalisiert, sowohl bei Inspektionen seiner Militäranlagen als auch bei der 20-Prozent-Urananreicherung für einen medizinischen Reaktor in Teheran. Die Islamische Republik fordert im Gegenzug die Anerkennung ihres Rechts auf die friedliche Nutzung der Atomenergie im Einklang mit dem Atomwaffensperrvertrag und die Aufhebung der Sanktionen.
Das Iran-kritische Bündnis "Stop the Bomb" kritisiert anlässlich der bevorstehenden Atomgespräche in Moskau die "westliche Naivität gegenüber iranischer Täuschungs- und Verzögerungstaktik". Die Islamische Republik sei "ungebremst auf dem Weg zur Bombe", warnt "Stop the Bomb" am Sonntag.













