Kinder als "menschliche Schutzschilde" in Syrien
Kinder sind nicht nur oft Opfer des blutigen Bürgerkriegs in Syrien, sie werden von Soldaten des Regimes auch bewusst als menschliche Schutzschilde eingesetzt.

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Kinder würden verstümmelt und getötet, gefoltert und sexuell missbraucht, wie ein aktueller UNO-Bericht belegt. Täter seien Soldaten des Regimes von Machthaber Assad, Angehörige von Geheimdiensten und der regimetreuen Shabiha-Miliz.
Die Kinder würden gewaltsam aus Schulen und Wohnungen geholt und von Regierungstruppen als Schutzschilde eingesetzt, heißt es in dem Bericht. Militärs postierten sie etwa direkt an Fenstern von Bussen, die mit Soldaten zu Einsätzen in Dörfern und Städten unterwegs seien. Schulen würden regelmäßig angegriffen, als Militärbasen und Gefängnisse genutzt. Als Gefangene würden Mädchen und Buben geschlagen, ausgepeitscht und Elektroschocks ausgesetzt.
Ihr Team sei mit "schrecklichen" Schilderungen über gefolterte und massakrierte Kinder aus Syrien zurückgekehrt, sagte die UNO-Sondergesandte für Kinder in bewaffneten Konflikten, Radhika Coomaraswamy, dem Sender BBC. Zugleich erhob sie Vorwürfe gegen die oppositionelle Freie Syrische Armee, die ebenfalls Kinder in Gefahr bringe. Nach Schätzungen von Menschenrechtsgruppen wurden seit Beginn des Konflikts im März 2011 mindestens 1.200 Kinder in Syrien getötet.
Russland hat unterdessen am Dienstag zu einer internationalen Konferenz in Moskau eingeladen. Auch der Iran als enger Verbündeter von Präsident Assad müsse teilnehmen, forderte der russische Außenminister Lawrow. Das Treffen, für das zunächst kein Datum genannt wurde, solle auf Grundlage "konkreter klarer Prinzipien" stattfinden, sagte Lawrow, der am Mittwoch zu Gesprächen nach Teheran reist. Jetzt müssten auch die USA zu einer Lösung des blutigen Konflikts beitragen. Russland ist ein enger Partner Syriens.












