Fischer in Ho-Chi-Minh-Stadt fürs Wirtschaftsforum

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Nach dem politischen Händeschütteln am Dienstag in der Hauptstadt Hanoi hat Bundespräsident Fischer seinen dreitägigen Staatsbesuch in Vietnam am Mittwoch in der südlichen Metropole Ho-Chi-Minh-Stadt mit einem ökonomischen Schwerpunkt und Sightseeing fortgesetzt. Fischer eröffnete gemeinsam mit Fachminister Mitterlehner und WKO-Präsident Leitl ein österreichisch-vietnamesischen Wirtschaftsforum.
Mit 90 Millionen Einwohnern hat Vietnam die größte Bevölkerungszahl eines Landes in Festland-Südostasien. Mitterlehner gab sich im APA-Interview entsprechend hoffnungsfroh: "Das Potenzial ist gegeben, weil von der Infrastruktur und der Dynamik her Vietnam ein aufstrebender Staat ist." Zumal es im Interesse Österreichs sei, seine Bemühungen um den asiatischen Markt auch von China zu lösen.
Das politische System stellt für Mitterlehner kein Problem dar: "Es gibt hier zwar ein kommunistische Dominanz, was im Geschäftsleben aber kein Rolle spielt. Da sind sie pragmatisch." Kritischer sei da schon der rechtliche Rahmen: "Es gibt noch nichttarifarische Handelshemmnisse bei Lebensmitteln und in anderen Bereichen." Zudem habe Vietnam noch keinen "Marktwirtschaftsstatus", Verhandlungen seien aber im Gange.
In Bälde soll über ein Freihandelsabkommen mit der EU gesprochen werden. Mit dem Beitritt Vietnams zur WTO und bilateralen Investitionsschutz- und Doppelbesteuerungsabkommen seien aber "wichtige Schritte" schon erledigt worden. "Ich sage, 60 Prozent sind erreicht, der Rest muss sich entwickeln."
Während des Vietnam-Aufenthalts wurden Memoranden in den Bereichen Tourismus, Erneuerbare Energien und Gesundheitstechnologie unterzeichnet. Auch im Segment Infrastruktur ortet Mitterlehner gute Chancen. In der Wirtschaftsdelegation waren daher unter anderen die Firmen Andritz (Wasserkraft), VAMED (Gesundheitswesen) oder Plasser & Theuerer (Bahnbaumaschinen) vertreten.













