Spindelegger: "Eurobonds nicht mit mir"
Vizekanzler Michael Spindelegger widerspricht in Sachen Eurobonds Kanzler Werner Faymann und warnt die Griechen vor der Illusion, Linksparteien könnten sie vor dem Sparkurs retten.

Foto © APVizekanzler Michael Spindelegger hält nichts von Eurobonds
In drei bis fünf Jahren könne er sich Eurobonds vorstellen, hat Bundeskanzler Werner Faymann erst in der Kleinen Zeitung und tags darauf in Brüssel verkündet. "Ich verstehe diesen Diskurs nicht", konterte Vizekanzler Michael Spindelegger dem Koalitionspartner gereizt: "Mit mir nicht."
Eurobonds unverkäuflich
Eurobonds, das sind gemeinsam von allen Euro-Ländern aufgelegte Staatsanleihen, hält Spindelegger für unverkäuflich und außerdem eine Aufforderung an hoch verschuldete Staaten, die Sparanstrengungen einzustellen. Da mache er nicht mit, sagte Spindelegger im Gespräch mit der Kleinen Zeitung. Österreich werde erst 2020 das angestrebte Ziel einer Staatsverschuldung von 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erreichen, andere Länder wohl noch später. Erst dann aber sei es sinnvoll, gemeinsame Anleihen aufzulegen, sagte Spindelegger.
Griechische Illusionen
Die Griechen warnte der Vizekanzler vor der Illusion, Linksparteien könnten sie vor dem Sparkurs retten. Der sei "schmerzlich, aber alternativlos". Die Verträge mit der Union neu zu verhandeln, "wird nicht stattfinden", sagte der Außenminister. Die EU könne Griechenland zwar nicht aus dem Euro-Raum ausschließen, aber zu zahlen sei sie nicht verpflichtet, wenn das Land die vereinbarten Maßnahmen nicht umsetze.













