Hollande verspricht "geordneten" Afghanistan-Abzug

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Frankreichs neuer Präsident Hollande hat Afghanistan militärische und zivile Zusammenarbeit auch nach 2012 zugesagt, aber den Abzug französischer Kampftruppen noch in diesem Jahr bekräftigt. "Nach 2012 werden keine französischen Kampftruppen in Afghanistan mehr verbleiben", sagte Hollande nach einem Treffen mit dem afghanischen Präsidenten Karzai am Freitag bei einem Besuch in Kabul.
Rund 600 afghanische Soldaten seien bis zum Jahresende bereit, die Verantwortung in der ostafghanischen Provinz Kapisa zu übernehmen. Hollande betonte in einer vom TV-Nachrichtensender BFM übertragenen Rede in der französischen Botschaft in Kabul, dass es nicht um einen vollständigen Abzug aller französischen Soldaten aus Afghanistan 2012 gehe. "Ich rede von Kampftruppen - es wird aber weiter eine militärische Präsenz geben." Die Zusammenarbeit solle aber eine "zivile Dimension" bekommen.
Im zivilen Bereich werde Frankreich sich künftig stärker auf Gesundheitsvorsorge, Landwirtschaft und die Stromversorgung konzentrieren. Auch wirtschaftlich könne Frankreich mit Afghanistan zusammenarbeiten, etwa beim Wohnungsbau, den erneuerbaren Energien und in der Landwirtschaft. Karzai forderte die Truppenstellernationen auf, zu ihren Zusagen zu stehen.
Der Sozialist hatte im Wahlkampf versprochen, dass er die Soldaten Ende 2012 abziehen werde - ein Jahr früher, als von seinem Vorgänger Nicolas Sarkozy angekündigt. Beim NATO-Gipfel am vergangenen Wochenende in Chicago bekräftigte er diese Haltung und sorgte damit für Irritationen bei den Verbündeten, die an dem beschlossenen Fahrplan zur Übergabe der Sicherheitsverantwortung an die Afghanen festhalten wollen. Demnach sollen alle Kampftruppen bis Ende 2014 vom Hindukusch abgezogen werden.












