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Zuletzt aktualisiert: 24.05.2012 um 21:10 UhrKommentare

Wachsende Polarisierung in Griechenland vor Wahl

Am Donnerstag erschienene Wahlumfragen zeigen wenige Wochen vor neuerlichen Parlamentswahlen in Griechenland eine wachsende Polarisierung der politischen Landschaft. Zulegen können demnach vor allem die Sieger des Wahlganges Anfang Mai, die konservative Neue Demokratie (ND) und das Bündnis der Radikalen Linken (SYRIZA).

Die bis zur Mai-Wahl stärkste Parlamentspartei, die sozialistische PASOK, ist weiterhin abgeschlagen auf dem dritten Platz, kleinere Parteien verlieren demnach an Stimmen. Unklar ist, wer den ersten Platz erringt, und zusätzliche 50 Mandate im 300 Sitze umfassenden Parlament erhält. Laut Umfrage des Instituts Public Issue für den Sender Skai kommen die linken Sparkurs-Gegner SYRIZA auf 30 Prozent und damit auf den ersten Platz vor ND mit 26 Prozent, eine Befragung von Data RC für die Zeitung "Peloponnes" sieht das Linksbündnis allerdings mit 23 Prozent knapp hinter den Konservativen mit 23,5 Prozent.

Die Sozialisten erhalten demnach zwischen 15,5 Prozent (Public Issue) und 10,6 Prozent (Data RC). Die rechtspopulistischen Unabhängigen Griechen (ANEL) fallen auf fünf bis acht Prozent zurück, die Kommunisten (KKE) auf rund fünf Prozent, die Demokratische Linke (DIMAR) muss mit drei bis sechs Prozent um den Parlamentseinzug bangen. Auch die faschistische Goldene Morgenröte (XA) dürfte mit vier bis fünf Prozent erneut repräsentiert sein.

Beobachter halten trotz ihrem wohl stärkeren Abschneiden eine Regierungsbeteiligung von SYRIZA für unwahrscheinlich. Für das Linksbündnis gebe es kaum mögliche Partner für eine Koalition, sagte der Athener Politologe Dimitri Sotiropoulos der APA. Es werde darum vermutlich zur Fortsetzung des von der EU mandatierten Sparkurses kommen. Am wahrscheinlichsten sei eine Regierung der nationalen Einheit unter Führung von ND-Chef Antonis Samara.

Quelle: APA

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