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    Zuletzt aktualisiert: 20.05.2012 um 18:08 UhrKommentare

    Große Worte und Gesten: Was der G8-Gipfel brachte

    Intensive Beratungen, aber wenig Konkretes. Der G-8-Gipfel brachte vor allem Absichtserklärungen. Am meisten profitierte jedoch Barack Obama - und sein Wahlkampf. Die wichtigsten Themen und Ergebnisse auf einen Blick.

    Weltpolitik auf der Parkbank: Gemütliche Atmosphäre beim Gipfel

    Foto © APAWeltpolitik auf der Parkbank: Gemütliche Atmosphäre beim Gipfel

    Barack Obama kann Wärme und Zuspruch derzeit gut gebrauchen. Mit Bedacht hat er das ländliche Camp David als Ort des G-8-Gipfels gewählt. Blockhütten, Kaminfeuer - hier gehört Harmonie sozusagen zum Mobiliar. Hier treten die Herren ohne Krawatte auf, manche in farbenfrohen Pullovern. Hier will augenscheinlich niemand dem Anderen etwas Böses tun. Hier findet Obama, der bedrängte Präsident, der Mann, der um seine Wiederwahl kämpfen muss, Ruhe und Labsal - vorübergehend, für ein paar Stunden wenigstens.

    Entsprechend pfleglich gingen die Gäste an diesem Wochenende mit dem Gastgeber um. Geradezu flehend hatte Obama im Vorfeld um mehr Wachstumsimpulse gebeten, endlich solle "Sparmeisterin" Angela Merkel ihre Dauer-Opposition aufgeben - er konnte wenigstens einen Teilerfolg einfahren.

    Schwammige Erklärung

    Nuanciert, facettenreich, beinahe doppelzüngig fiel daher auch die Erklärung zum Thema Wirtschaft aus. Wachstum, Jobs, Sparen und Budgetkonsolidierung - von allem war ein bisschen dabei. "Alle notwendigen Schritte unternehmen, um unsere Volkswirtschaften zu stärken und wieder Schwung zu geben", heißt es da. Klingt vollmundig. Jeder kann sich herauspicken, was ihm gefällt. Einzelheiten stehen im Kleingedruckten.

    "Weltführer fordern Wachstum, keine Sparpolitik", titelte die "New York Times" ganz im Sinne Obamas. Die deutsche Bundeskanzlerin Merkel sieht das freilich etwas anders. Doch so ist das bei Gipfeln, bei denen die Teilnehmer pfleglich miteinander umgehen. Jeder weiß nur zu gut, wie es sich anfühlt, vor schwierigen Wahlen zu stehen. Doch reicht das für Obama?

    Obamas Ziel war es natürlich auch, sich im Glanz des Gipfels zu sonnen, sich in den Augen seiner Landsleute als Weltführer zu präsentieren. Locker und lässig gab er sich - nach wie vor ist er mit Abstand der jugendlichste Führer unter den G-8-Männer und Frauen.

    Vollmundig sprach er von Fortschritten und Hoffnungen im Iran. Erstmals seit Jahren scheint sich im Atomstreit etwas zu bewegen. Auch hier herrscht das Prinzip Hoffnungen. Gleich mehrmals sprach Obama in Sachen Iran von Einigkeit - obwohl der kritische Russe Dmitri Medwedew mit am Tisch saß. Scheint sich hier wirklich was zu tun?

    Was die Wähler wissen wollen

    Doch mit Außenpolitik, internationaler Diplomatie und Gipfeln der Weltführer ist es so eine Sache in den USA: Es interessiert schlichtweg viel weniger als etwa in Deutschland und Europa. Das mächtigste Land der Erde, die größte Volkswirtschaft der Welt, "god's own country" macht gerne Nabelschau.

    "Die Wähler wissen nicht viel darüber, was diese Führer bei ihren Treffen entscheiden", zitiert die "New York Times" Ian Hurd, Politologe von der Northwestern University. Lakonisch fügt er hinzu: "Doch wenn es am Ende wie ein Erfolg aussieht, dann führt das zu Überschriften, die den Präsidenten loben." Dies wiederum könnte sich in Wählerstimmen ummünzen.

    Doch das ist vages Kalkül - auf das sich Obama nicht einlassen will. Gleich nach Ende des nahtlos an den G-8-Gipfel anschließenden NATO-Gipfel in Chicago reist Obama am Montag nach Missouri. Dort hält er eine Rede in einer Highschool. Das echte Leben hat ihn wieder, es ist Wahlkampf in den USA - fünf lange Monate noch.


    Plan für Syrien

    Der neue französische Präsident Francois Hollande betonte beim G8-Gipfel in Camp David, die sieben größten Industriestaaten und Russland (G8) stünden hinter Annans Friedensplan. Beim Thema Syrien sind die westlichen Staaten besonders auf die Kooperation mit Russland angewiesen.

    Hollande sagte, alle Gipfelteilnehmer unterstützten Annans Initiative. "Damit die Beobachter dem syrischen Volk Schutz vor seinen Führern bieten können."

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