Sprengstoffanschlag in Bagdad
Terroristen haben auf einem Wochenmarkt in der irakischen Hauptstadt Bagdad kurz hintereinander drei Sprengsätze gezündet. Fünf Menschen seien als Folge der Explosion getötet und 42 weitere verletzt worden, berichtete die irakische Nachrichtenagentur Sumeria News am Freitag. Der Anschlag ereignete sich im Osten der Stadt.
Politisch ist die Lage in Bagdad derzeit extrem angespannt. Fast alle Parteien der Regierungskoalition klagen über Probleme mit Premierminister Maliki. Sie werfen dem schiitischen Regierungschef vor, er verhalte sich immer mehr wie ein Alleinherrscher. Möglicherweise werden sie in den kommenden Tagen die Regierung platzen lassen, was Neuwahlen nötig machen würde.
Maliki bot jetzt laut Medienberichten zumindest seinem sunnitischen Stellvertreter Mutlak an, dieser könne auf seinen Posten zurückkehren. Mutlak war bei Maliki im vergangenen Jahr in Ungnade gefallen, nachdem er den Regierungschef als "Diktator" beschimpft hatte. Keine Aussöhnung gibt es bisher mit dem sunnitischen Vizepräsidenten Hashimi, der inzwischen im Exil in Istanbul lebt, nachdem ihn die irakische Justiz wegen Terrorismus angeklagt hatte. Haschimi stellt sich selbst als Opfer einer politisch motivierten Kampagne von Maliki dar.












