Karlspreis an deutschen Minister Schäuble

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Für seine Verdienste um die Einigung Europas und seinen Beitrag zur Stabilisierung der Währungsunion ist der deutsche Finanzminister Schäuble am Donnerstag in Aachen mit dem Internationalen Karlspreis ausgezeichnet worden. Der CDU-Politiker nahm den renommierten Preis im historischen Krönungssaal des Aachener Rathauses aus der Hand von Oberbürgermeister Marcel Philipp entgegen.
Philipp sagte vor rund 850 Gästen, Schäuble habe über Jahrzehnte "an wichtigen Schaltstellen" europäische Geschichte mitgeschrieben. Eurogruppen-Chef Juncker sagte in seiner Laudatio auf Schäuble, der neue Karlspreisträger habe es in seinem politischen Wirken "immer wieder verstanden, Verantwortung zu übernehmen". Schäuble verfüge über ein "fest zusammengefügtes christliches Menschenbild". Zum Wertekanon des Finanzministers zähle auch das Bekenntnis zur sozialen Marktwirtschaft. Schäuble sei ein "deutscher Patriot" und zugleich ein "europäischer Patriot". An Schäuble gewandt schloss Junker seine Laudatio mit den Worten: "Du bist, mein lieber Freund, ein würdiger Karlspreisträger."
Zu den Gästen bei der Preisverleihung zählten Bundestagspräsident Norbert Lammert, der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, und die Vize-Präsidentin der Europäischen Kommission, Viviane Reding. Der Karlspreis wird seit 1950 an Persönlichkeiten und Institutionen vergeben, die sich um die Einigung Europas verdient gemacht haben. Die Verleihung findet traditionell am Himmelfahrtstag statt. Zu den früheren Preisträgern zählen Spaniens König Juan Carlos und der frühere US-Präsident Cinton. Die deutsche Kanzlerin Merkel wurde 2008 mit dem Karlspreis ausgezeichnet.












