Dalai Lama würdigte verstorbenen Freund Harrer

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Der Dalai Lama hat bei seinem ersten öffentlichen Auftritt während seines mehrtägigen Österreich-Besuches am Donnerstag im kärntnerischen Hüttenberg den 2006 verstorbenen Heinrich Harrer als "persönlichen Freund und Freund Tibets" gewürdigt. Das 76-jährige geistliche Oberhaupt der Tibeter traf auch die Witwe Harrers, Carina Harrer, und segnete das in Bau befindliche Tibetzentrum in Knappenberg.
"Wenn man nach Kärnten kommt, ist es so, als würde man alte Freunde treffen, als würde man Mitglieder seiner Familie treffen", sagte der Dalai Lama, der in den vergangenen Jahrzehnten schon mehrfach in Hüttenberg, dem Heimatort Harrers, gewesen war, vor etwa 500 Besuchern. Harrer sei während seines Aufenthaltes in Tibet sein Lehrmeister gewesen. "Er hat mich gelehrt, was europäische Kultur ist, was Demokratie ist", sagte der Dalai Lama.
Der 76-Jährige nahm aber auch Bezug auf die politische Situation in seiner von China annektierten Heimat. Die Kultur Tibets sei in einer bedrohlichen Situation. "Ich bin aber weiterhin optimistisch und bin von der Kraft der Wahrheit und der Gerechtigkeit überzeugt." Der Dalai Lama ortetet auch die Chance für politische Veränderungen in China. "Immer mehr Menschen sehnen sich nach Demokratie und Freiheit, vor allem nach Meinungsfreiheit", so der geistliche Führer. Das könne zu einer Chance für Tibet werden.
Von Österreich hält der Dalai Lama offenbar viel. Einerseits seien die Österreicher, wie die Tibeter, "ein Bergvolk". Zudem sei die Kluft zwischen Arm und Reich in diesem Land vergleichsweise gering, meinte der 76-Jährige.
In das Tibetzentrum in Knappenberg setzt der Dalai Lama große Erwartungen. Er hoffte, dass sich dort unterschiedliche Dialoge entwickeln können. Zudem soll der Bau ein Zentrum für bedrohte, indigene Völker werden und einen Dialog zwischen moderner Wissenschaft und alten spirituellen Traditionen ermöglichen.












