Politische Watschen für Scheuch-Sager
Nach dem Tetschn-Sager von FPK-Chef Uwe Scheuch hagelt es Kritik aus allen politischen Lagern. Der Kärnter Bildungsreferent fühlt sich falsch verstanden und will Experten zu einem Gespräch laden.

Foto © Helmut WeichselbraunScheuch selbst erklärt: "Ich habe Erziehungsmaßnahmen gemeint, mit denen sich Lehrer wirkungsvoll durchsetzen können."
KLAGENFURT. Heftig am politischen Watschenbaum gerüttelt hat der Kärntner Bildungs- und Jugendreferent Uwe Scheuch (FPK) mit seinem Pädagogikverständnis, wir berichteten. Denn für ihn "wäre es oft sinnvoll und gut, wenn der Lehrer hin und wieder eine kleine ,Tetschn' geben könnte". SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas nennt die Aussage "jenseitig". Ihr Kärntner Parteikollege und SPÖ-Vorsitzender Peter Kaiser spricht von einem Skandal, Scheuch sei nicht mehr länger tragbar. BZÖ-Abgeordneter Stefan Petzner fordert, Scheuch das Bildungsreferat zu entziehen. Und Kärntens Grüne verlangen seinen Rücktritt.
Hinter Scheuch steht sein Parteikollege und Landeshauptmann Gerhard Dörfler. "Ich habe in der Schule viele gesunde Watschen erhalten, die ich provoziert und verdient habe. Keine davon hat mir geschadet", sagte er zur Tageszeitung "Die Presse". Allerdings gäbe es bei ihm eine Grenze: Bei Frauen und Mädchen sei die Ohrfeige undenkbar. FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache lehnt hingegen "Gewalt im Erziehungsbereich" ab. Er gibt sich überzeugt, "dass Scheuch das nicht anders sieht".
Scheuch selbst erklärt: "Ich habe Erziehungsmaßnahmen gemeint, mit denen sich Lehrer wirkungsvoll durchsetzen können." Er sei keinesfalls für körperliche Gewalt, "es tut mir leid, wenn ich falsch verstanden wurde". Nächste Woche will er Experten zu einem Gespräch über das heikle Thema einladen.












