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    Zuletzt aktualisiert: 15.05.2012 um 22:08 UhrKommentare

    Scheuch plädiert für "Tetschn"

    Ohrfeigen-Sager von Uwe Scheuch löst Sturm der Entrüstung aus. Der FPK-Bildungsreferent entschuldigt sich für seine "überspitzte" Formulierung und rudert zurück.

    In Österreich sind "körperliche Züchtigungen" in Schulen bereits seit 1974 gesetzlich verboten

    Foto © FotoliaIn Österreich sind "körperliche Züchtigungen" in Schulen bereits seit 1974 gesetzlich verboten

    Das hat gesessen. In der "Streitkultur"-Sendung des ORF sollte es Montagabend eigentlich um das Thema Lehrerdienstrecht gehen. Pädagogen, Unternehmer und Lehrer diskutierten darüber, ob Lehrer weniger Urlaub haben sollen. Mit von der Partie war auch Bildungsreferent Uwe Scheuch (FPK) - und der lenkte die Debatte in eine völlig neue Richtung.

    "Es wäre oft sinnvoll und gut, wenn der Lehrer - wie ich es sage, wird es falsch sein und ich sage es, wie ich es mir denke - wenn der Lehrer hin und wieder eine kleine ?Tetschn' geben könnte." Scheu legte nach und meinte, dass Kinder Ohrfeigen "auch durchaus vertragen" würden. "Wir sind alle so groß geworden, es ist aus uns allen etwas geworden", was Scheuch dann mit dem Zusatz "mehr oder weniger" noch im selben Atemzug revidierte. An wen er dabei dachte, blieb unausgesprochen.

    Umso eloquenter fiel dafür der Proteststurm aus: "Das ist eine Ungeheuerlichkeit, dass der Jugendreferent zur Züchtigung von Schülern aufruft", sagt Hermann Pansi, der Vorsitzende der Pflichtschullehrer-Personalvertretung. Er war selbst bei der Radiosendung dabei und traute seinen Ohren nicht. "Scheuch als Bildungsreferent müsste wissen, dass sein Vorschlag Lehrer in arge disziplinarrechtliche Schwierigkeiten bringen würde."

    Die Bundesvorsitzende der SPÖ-nahen "Aktion kritischer Schüler" (AKS), Eleonora Kleibel, wertete Scheuchs Aussage als "untragbar". Die Schule sei keine "Bluatwiesn", Lehrpersonen müssten als positive Vorbilder und Vertrauenspersonen agieren. Die ÖVP-nahe Schülerunion bezeichnete Scheuchs Vorschlag als "Rückschritt".

    Nachsitzen

    Quer durch alle Parteien wurde Scheuchs Sager negativ bewertet. ÖVP-Landesparteiobmann Josef Martinz findet ihn "einfach peinlich", SPÖ-Klubobmann Reinhard Rohr sieht einen "unglaublichen verbalen Ausritt". BZÖ und Grüne forderten Scheuchs Rücktritt.

    Scheuch selbst hält diese "Polemik" für unangebracht. Seine Wortmeldung hätte er "überspitzt formuliert", was ihm auch leidtue. Es stehe außer Zweifel, dass Gewalt gegen Jugendliche keine Lösung sei, betonte Scheuch in einer Aussendung am Dienstag. Der Landesrat, der gerade erst eine Reduktion der Urlaubszeit forderte, stellt sich jetzt auf ihre Seite: "Schon bei einem scharfen Wort droht Lehrern ein Disziplinarverfahren. Sie brauchen Sanktionen wie Nachsitzen oder Strafaufgaben."


    Wenn Lehrer hauen

    Mutter schlug zu: 2004 stand eine Kärntner Lehrerin vor Gericht, weil sie ihren eigenen sechsjährigen Sohn misshandelt haben soll. Die Mutter gab nur zu, den Buben einmal geohrfeigt zu haben, begründete aber alle anderen Vorwürfe mit der regen Fantasie ihres Kindes.

    Klage wegen "Klaps": In Oberösterreich klagte ein Siebenjähriger im Vorjahr die Republik, weil sein Schuldirektor ihn fünfmal tätlich angegriffen hat. Der Direktor gab einen "Klaps auf den Hinterkopf" zu, außerdem ein "festes Anpacken" am Arm. Der Fall ist noch nicht abgeschlossen.

    "Falsche" Ohrfeige: Für Aufregung sorgte ein Schüler an der Hauptschule 1 Althofen, der seine Lehrerin beschuldigte, ihn geohrfeigt zu haben. Die Mutter zeigte die Lehrerin an, im Zuge der Ermittlungen wurde die Pädagogin aber entlastet: Sie hat dem Buben nur ein Buch weggenommen.

    Audio

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