Polizei verhinderte Protest vor Eurovision-Finale
Knapp zwei Wochen vor dem Finale des Eurovision Song Contest in Aserbaidschan hat die Polizei eine unangemeldete Demonstration in der Hauptstadt Baku verhindert. Kleine Gruppen von oppositionellen Demonstranten skandierten "Freiheit!", als sie versuchten, sich am Montag im Zentrum von Baku zu versammeln. Die Polizei griff rasch ein und verfrachtete die Protestierenden in Busse.
Nach ersten Informationen seien mindestens zehn Menschen festgenommen worden, sagte Oppositionsführer Isa Gambar. Die Opposition fordere die Freilassung aller politischen Gefangenen und die Versammlungsfreiheit, wie sie in der Verfassung garantiert werde, betonte Gambar. Aktivisten versuchen, im Vorfeld des ESC die Aufmerksamkeit auf die Beschränkung der Bürgerrechte in Aserbaidschan zu lenken.
Internationale Menschenrechtsorganisationen werfen Aserbaidschan systematische Verletzungen der Menschenrechte vor. Die Lage in dem Land, das von Präsident Alijew mit harter Hand geführt wird, habe sich im Vorfeld des ESC-Finales noch verschlechtert, kritisierte vor kurzem Human Rights Watch. Die Organisation fordert wie viele andere auch unter anderem die Freilassung politischer Gefangener und regierungskritischer Journalisten. Laut HRW sitzen derzeit rund 70 politische Gefangene in aserbaidschanischen Gefängnissen. Das Finale des Eurovision Song Contest findet am 26. Mai in Baku statt.













