Kämpfe in Syrien greifen auf den Libanon über
Der Syrien-Konflikt droht auf Nachbarländer überzugreifen. Am Sonntag wurden im Libanon zwei Menschen bei Kämpfen zwischen libanesischen Anhängern und Gegnern des syrischen Alawitenregimes unter Bashar Al-Assad getötet. Die libanesischen Streitkräfte hätten die Ruhe wieder hergestellt, berichteten die Sicherheitsbehörden.
In der Hafenstadt Tripoli lieferten sich den Angaben zufolge Kämpfer aus dem Alawitenviertel Jabal Mohsen Gefechte mit Kämpfern aus dem Sunnitenviertel Bab al-Tabbanih. Dabei seien Granatwerfer und Schusswaffen eingesetzt worden. Einer der Toten sei Opfer eines Heckenschützen geworden. Die Sunniten stellen in Syrien einen Großteil des Widerstands gegen Assad.
Auch in Syrien selbst kam es am Sonntag wieder zu tödlichen Zwischenfällen. Bei einer Razzia syrischer Soldaten in einem von Aufständischen bewohnten Dorf westlich von Hama wurden nach Oppositionsangaben am Sonntag sieben Menschen getötet. Wie die Organisation Syrisches Netzwerk für Menschenrechte weiter mitteilte, wurden bei der Aktion mit gepanzerten Fahrzeugen auch Dutzende Menschen festgenommen. Mehr als die Hälfte der Häuser in dem Dorf sei niedergebrannt worden. Einige Menschen seien hingerichtet worden.
Menschenrechtlern zufolge ist das vorwiegend von Sunniten bewohnte Dorf Tamanaa in der Vergangenheit oft Schauplatz von Demonstrationen gegen die Regierung von Präsident Assad gewesen, der der Minderheit der Alawiten angehört. Trotz einer offiziell geltenden Waffenruhe zeichnet sich in dem seit Monaten anhaltenden Aufstand kein Ende der Gewalt ab. Am Donnerstag wurden beim schwersten Bombenanschlag in der Hauptstadt Damaskus seit Beginn des Aufstandes 55 Menschen getötet.












