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Zuletzt aktualisiert: 13.05.2012 um 16:47 UhrKommentare

Europa "empört" sich

In Spanien, Portugal und Großbritannien kam es am Wochenende zu Protesten gegen die Sparpakete der Regierungen. In Madrid ließ die Polizei den zentralen Platz "Puerta del Sol" gewaltsam räumen.

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Foto © APAKeine Jobs, Wirtschaft am Boden: Vor allem Südeuropa steckt in der Krise

Kurz vor dem Gründungstag der "Empörten"-Bewegung in Spanien haben am Samstag in zahlreichen Städten zehntausende Menschen gegen die Sparmaßnahmen der konservativen Regierung protestiert. In der Hauptstadt Madrid versammelten sich die Demonstranten auf dem zentralen Platz Puerta del Sol, wo eine große Kundgebung stattfand. Auch in Portugal und Großbritannien gab es Proteste.

Zu Trommelklängen riefen die Menschen in Madrid Slogans wie "Sie (die politische Klasse) vertritt uns nicht" oder "Nehmt die Straße ein". Vier Tage lang wollen die Demonstranten auf dem Platz, auf dem vor einem Jahr die Bewegung entstand, eine "permanente Versammlung" abhalten. Die Behörden haben dies verboten und fordern, dass die Demonstration um 22.00 Uhr Ortszeit endet. "Es ist wichtig zu zeigen, dass wir immer noch da sind", sagte eine 23-jährige Demonstrantin.

Polizei räumt Platz in Madrid

Als um 05.00 Uhr noch rund 500 "Empörte" auf dem zentralen Platz "Puerta del Sol" verweilten und manche davon ein Zeltlager errichten wollten, wurde der Platz von den Behörden geräumt. Es gab mindestens elf Festnahmen. Offizielle Angaben zur Teilnehmerzahl der Demonstration in Madrid gab es nicht. Insgesamt demonstrierten in rund 80 spanischen Städten zehntausende Menschen gegen die Politik von Ministerpräsident Mariano Rajoy.

Proteste auch in Portugal

Auch in Portugal gingen am Samstag mehrere tausend Menschen auf die Straße. In der Hauptstadt Lissabon versammelten sich am Abend 2000 Demonstranten. Weitere Proteste fanden in den Städten Porto, Coimbra und Faro statt. Auch Portugal wurde wie das Nachbarland Spanien von der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise schwer getroffen. Die Arbeitslosigkeit liegt bei 15 Prozent.

Zeltstadt in London

In der britischen Hauptstadt London protestierten am Samstag hunderte Menschen gegen Sparpläne der Regierung unter dem konservativen Premierminister Cameron und die Macht der Banken. Sie versammelten sich vor der St. Paul's Cathedral, wo die "Occupy"-Bewegung bis Ende Februar ein Protestcamp hatte, das dann aber von der Polizei aufgelöst wurde. Später errichteten sie gut ein dutzend Zelte vor der Bank of England.


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