Timoschenko fordert Reformen in der Ukraine

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Die inhaftierte ukrainische Ex-Regierungschefin Timoschenko hat demokratische Reformen in ihrer Heimat gefordert. Sie wolle notfalls aus der Gefängniszelle heraus an einer weiteren Westorientierung der früheren Sowjetrepublik mitwirken, kündigte Timoschenko in einer Grußbotschaft an, die ihre Tochter Jewgenija am Samstag in Kiew bei einer Kundgebung vor rund 2.000 Oppositionellen verlas.
Bei der Veranstaltung einigten sich regierungskritische Parteien auf ein Programm für die Zeit nach der Parlamentswahl im Herbst. Unterstützung kam auch von Oppositionspolitiker und Boxweltmeister Vitali Klitschko.
Bei einem Treffen mit dem umstrittenen ukrainischen Präsidenten Janukowitsch in Kiew warnte unterdessen die litauische Präsidentin Grybauskaite vor zunehmenden Isolierung durch die Europäische Union. Während des Gesprächs habe sie Janukowitsch zu einer Änderung des innenpolitischen Kurses aufgefordert, sagte Grybauskaite mit indirektem Verweis auf den Fall Timoschenko. Sie hatte am Vorabend als erste EU-Politikerin die 51-Jährige in einer Klinik in Charkiw besucht. Die in Haft erkrankte Timoschenko wird dort von einem deutschen Neurologen behandelt.
Der ukrainische Regierungschef Asarow bekommt die wachsende Isolation bereits zu spüren. Er muss bei einem Besuch in Brüssel auf Treffen mit EU-Präsident Van Rompuy oder Kommissionspräsident Barroso verzichten. Asarow wird kommende Woche an der Spitze einer Delegation zu Gesprächen mit EU-Erweiterungskommissar Füle in Brüssel erwartet. In der Regel kommen Regierungschefs bei solchen Anlässen auch mit Barroso oder Van Rompuy zusammen. In diesem Fall werde das nicht der Fall sein, sagte eine Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Ashton.












