Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
  • Zur Kärnten-Ausgabe
  • 30. Oktober 2014 18:36 Uhr | Als Startseite
    Neu registrieren
    Präsidentenwahl in Mosambik: Nyusi gewann Älteste Frau der Welt (118) bekommt erste Pension Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Politik Nächster Artikel Präsidentenwahl in Mosambik: Nyusi gewann Älteste Frau der Welt (118) bekommt erste Pension
    Zuletzt aktualisiert: 11.05.2012 um 21:20 UhrKommentare

    Kroatien stellt Geldfluss für Gedenkstätte ein

    Auf dem Bleiburger Feld gedenkt man am Samstag wieder jener Menschen, die Ende 1945 an kommunistische Partisanen ausgeliefert wurden.

    Auch Kroatiens Präsident Ivo Josipovic kam offiziell nach Bleiburg

    Foto © KLZ/Katz-LogarAuch Kroatiens Präsident Ivo Josipovic kam offiziell nach Bleiburg

    Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurden etwa 150.000 Menschen, darunter Kroaten, Serben, Montenegriner und Slowenen, die gegen die neuen Machthaber gekämpft hatten, aber auch Zivilisten ausgeliefert. In Kroatien sind diese Ereignisse noch immer ein Thema, das die politischen Parteien spaltet. So hat die seit Dezember regierende Mitte-Links-Koalition jüngst mit ihrer Mehrheit beschlossen, dass das Parlament den Ehrenschutz über die Gedenkfeier in Bleiburg nicht mehr übernehmen wird. Beschlossen wurde auch, die Finanzierung der Gedenkstätte in Bleiburg im Ausmaß von 60.000 Euro ab 2013 einzustellen.

    Als schändlich werteten den Beschluss die ehemalige konservative Ministerpräsidentin Jadranka Kosor und die katholische Kirche. Die Gedenkstätte besuchen nicht nur Hinterbliebene, Nachkommen oder Sympathisanten der faschistischen Ustaa-Bewegung. Auch der sozialdemokratische Staatspräsident Ivo Josipovic und der nunmehrige sozialdemokratische Ministerpräsident Zoran Milanovic waren in Bleiburg. Vor mehr als zehn Jahren übernahm das Parlament den Ehrenschutz.

    Unabhängig davon besteht noch immer eine Spaltung entlang der Linie Jasenovac-Bleiburg. Das KZ Jasenovac gilt als Synonym für die Massenmorde des faschistischen Ustaa-Regimes im Zweiten Weltkrieg, Bleiburg ist das Symbol für den Massenmord der siegreichen Partisanen unmittelbar bei Kriegsende und danach. Dass dieses Thema die Öffentlichkeit bewegt, zeigt der Umstand, dass die zum Styria-Verlag gehörende Tageszeitung "Veernji List" das Buch des Kärntner Historikers Florian Thomas Rulitz "Die Tragödie von Bleiburg und Viktring" in einer kroatischen Übersetzung auf den Markt gebracht hat.

    Rulitz hat etwa 100 kroatische Opfer in Kärnten identifiziert, die auf den neuen Friedhof bei der Gedenkstätte in Bleiburg umgebettet werden sollen. Doch auch in Kroatien macht die Aufarbeitung der Vergangenheit abseits der Politik Fortschritte. So wird das kroatische Institut für Geschichte eine Datenbank mit den Namen von 400.000 Personen online stellen, die im Zweiten Weltkrieg in Kroatien umgekommen sind oder ermordet wurden.

    CHRISTIAN WEHRSCHÜTZ

    Mehr Politik

    Mehr aus dem Web

      KLEINE.tv

      Proteste in Burkina Faso eskalieren

      Nach tagelangen Demonstrationen ist die Lage im westafrikanischen Burkin...Noch nicht bewertet

       

      Politik im Bild

      Über 600 Rekruten am Sportplatz St. Andrä angelobt 

      Über 600 Rekruten am Sportplatz St. Andrä angelobt

       

      100 Jahre Erster Weltkrieg

      Eine Reise an Orte, die bis heute vom Krieg gezeichnet sind. Elf illustrierte Reportagen auf 285 Seiten. Das neue Buch der Kleinen Zeitung ist ab sofort im Online-Shop erhältlich.

       


      Steirische Strukturreform

      APA

      Die Landesspitze baut die Gemeindestruktur massiv um. Im Jahr 2015 soll es von den derzeit 539 nur mehr 285 Gemeinden geben.

      Griechenland in der Krise



      Seitenübersicht

      Zum Seitenanfang
      Bitte Javascript aktivieren!