Über 150.000 Kreml-Anhänger bei Marsch in Moskau

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Rund 150.000 Kreml-Anhänger sind am Dienstag bei einem Aufmarsch zum Tag der Arbeit durch Moskau marschiert. Angeführt wurde die in ihren Dimensionen an Sowjet-Zeiten erinnernde Demonstration in der russischen Hauptstadt vom designierten Präsidenten Wladimir Putin und Amtsinhaber Dmitri Medwedew. Die Opposition plant dagegen eine Demonstration für Sonntag, dem Vortag von Putins Amtseinführung.
Putin und Medwedew marschierten am Kopf der Menge mit Bannern mit Slogans wie "Wir sind eine Kraft!" und "Arbeiter für Medwedew und Putin". Es war das erste Mal seit Jahren, dass der Staats- und der Regierungschef Russlands an einer Versammlung zum Tag der Arbeit teilnahmen.
Der künftige Präsident und sein künftiger Regierungschef gaben sich dabei volksnah und plauderten mit einigen der marschierenden Mitglieder Kreml-treuer Gewerkschaften. Sie gaben dabei Antworten auf Fragen, wie sie es schafften, so gut in Form zu sein oder ob sie an Horoskope glauben. Nach der Kundgebung gingen die beiden Spitzen-Politiker mit ihrer Entourage in eine beliebte Bar im Zentrum Moskaus und ließen sich beim Biertrinken und Essen von gesalzenem Fisch fotografieren.
Ein von der oppositionellen Kommunistischen Partei organisierter Aufmarsch zum 1. Mai versammelte dagegen laut Polizeiangaben lediglich 3500 Teilnehmer. Die Opposition plant derweil für kommenden Sonntag einen "Marsch der Millionen" in Moskau gegen Putin. Die Organisatoren hoffen auf mehr als 100.000 Teilnehmer.
Putin war im März in einem wegen Unregelmäßigkeiten kritisierten Urnengang erneut zum Präsidenten gewählt worden. Er hatte das Amt bereits von 2000 bis 2008 inne, durfte dann jedoch nicht für eine dritte Amtszeit hintereinander antreten. In den vergangenen vier Jahren amtierte er als Regierungschef. Das Amt des Präsidenten hatte Medwedew inne, der von Kritikern als Platzhalter für Putin angesehen wurde. Mit Putins Amtseinführung am 7. Mai tauschen die beiden Politiker die Posten.













