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Zuletzt aktualisiert: 29.04.2012 um 22:54 UhrKommentare

Syrische Rebellen greifen vom Mittelmeer aus an

In Syrien greifen die Aufständischen nun auch vom Mittelmeer aus an. Rebellen näherten sich am Wochenende in Schlauchbooten einem Militärstützpunkt etwa 35 Kilometer südlich der Grenze mit der Türkei und beschossen eine dort stationierte Armee-Einheit.

Foto © Reuters

Insgesamt kamen bei Angriffen des Militärs und einem Anschlag auf Sicherheitskräfte mindestens 15 Menschen ums Leben.

Russland verurteilte die Angriffe von Oppositionellen als barbarisch. Nach Angaben von Aktivisten ist die Gewalt seit dem Eintreffen von UN-Beobachtern mancherorts jedoch zurückgegangen. Russland warf den Aufständischen die Verletzung der seit rund zwei Wochen geltenden Waffenruhe vor. "Die Waffenpause wurde vor allem deswegen nicht voll umgesetzt, weil Bewaffnete der Opposition immer wieder zu provozieren versuchen", erklärte Außenminister Sergej Lawrow in Moskau. Die Positionen beider Länder deckten sich in der Frage zu 100 Prozent, sagte der stellvertretende chinesische Außenminister Cheng Guoping während eines Besuchs in Moskau.

Die beiden Staaten gelten als die engsten Verbündeten des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad und haben im UN-Sicherheitsrat wiederholt ein härteres Vorgehen verhindert. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte der syrischen Regierung am Donnerstag vorgeworfen, den vereinbarten Friedensplan nicht einzuhalten.

Der norwegische General und Chef des UN-Beobachtereinsatzes, Robert Mood, traf in Damaskus ein. Unter seiner Führung soll die Zahl der Beobachter von derzeit 30 auf 300 aufgestockt werden. Der Norweger äußerte sich verhalten optimistisch. "Wir sind nur 300, aber wir können die Lage verändern." Gleichzeitig räumte er ein, dass selbst 1000 unbewaffnete Beobachter nicht alle Probleme des Landes lösen könnten.

Nach Einschätzung von Oppositionellen hat sich die Lage teilweise bereits verbessert. Seit etwa in Homs zwei Beobachter dauerhaft stationiert wären, sei die Gewalt deutlich zurückgegangen, berichtete ein Regierungsgegner aus der Rebellenhochburg.

Quelle: APA

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