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    Zuletzt aktualisiert: 25.04.2012 um 18:30 UhrKommentare

    Erste Soldaten zur Verstärkung der KFOR im Kosovo

    Foto © APA

    Im Kosovo sind die ersten Soldaten zur Verstärkung der NATO-geführten Kosovo-Truppe KFOR eingetroffen. Rund 250 deutsche Soldaten landeten am Mittwoch laut Informationen von AFP mit einem Spezialflug am Flughafen von Pristina. Österreicher befänden sich noch keine darunter, hieß es aus dem Verteidigungsministerium in Wien. Der Abflug eines österreichischen Vorauskommandos sei für Freitag geplant.

    Insgesamt soll ein Kontingent von 125 österreichischen Soldaten die KFOR im Kosovo unterstützen, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Michael Bauer, auf Anfrage der APA. Beginn des Einsatzes sei am 1. Mai, das Kommando solle längstens acht Wochen im Land bleiben, die genaue Dauer des Einsatzes werde sich aber auch nach der Sicherheitslage richten. Der deutsche KFOR-Kommandant Erhard Drews hatte die Verstärkung angefordert, um während der Parlaments- und Präsidentschaftswahlen in Serbien am 6. Mai im mehrheitlich serbischen Norden des Kosovo für Ruhe zu sorgen.

    Die ethnischen Serben im Norden des Kosovo wollen an den Wahlen in Serbien teilnehmen. Die Regierung in Pristina drohte jedoch, "alle rechtlich zulässigen Mittel" einzusetzen, um die Serben an der Stimmabgabe zu hindern. Besonders in der zwischen Kosovo-Albanern und Serben geteilten Stadt Mitrovica ist die Lage extrem gespannt.

    Der Kosovo hatte 2008 seine Unabhängigkeit von Serbien erklärt und wird von rund 90 Staaten anerkannt. Die rund 120.000 ethnischen Serben im Norden des Kosovo erkennen die Regierung in Pristina nicht an. Bestärkt werden sie dabei von der Regierung in Belgrad, welche den Kosovo weiter als serbische Provinz betrachtet.

    Die KFOR ist seit dem Ende des Kriegs zwischen der serbischen Armee und kosovo-albanischen Rebellen im Jahr 1999 im Kosovo stationiert. Sie umfasst derzeit rund 6200 Soldaten aus 29 Staaten. Mit mehr als 1200 Soldaten stellt Deutschland das größte Truppenkontingent.

    Quelle: APA

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