Slipper lässt Amtsgeschäfte ruhen
Der wegen sexueller Belästigung beschuldigte australische Parlamentspräsident Peter Slipper lässt seine Amtsgeschäfte ruhen. Er wies jedoch die Anschuldigungen eines Mitarbeiters am Sonntag zurück. Seine Stellvertreterin übernehme die Rolle, bis die Vorwürfe geklärt seien. "Wenn klar ist, dass die Anschuldigungen nicht wahr sind, kehre ich ins Amt zurück", teilte Slipper mit.
Ein 33 Jahre alter Mitarbeiter hatte Anzeige erstattet. Er sagt, Slipper habe sich ihm aufgedrängt und ihm SMS mit Sexbotschaften geschickt. Der Mann warf dem Parlamentspräsidenten auch vor, er habe Spesen falsch abgerechnet.
Die Affäre ist für die hauchdünne Labour-Mehrheit prekär. Slipper war im Gegenzug für die Ernennung zum Parlamentspräsidenten in das Lager von Premierministerin Gillard gewechselt. Labor und die oppositionelle Liberale Partei haben beide gleichviele Sitze im Parlament. Labor regiert mit der Unterstützung von Unabhängigen.












