US-Prozess um Affäre von Demokrat John Edwards

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Die Sex-Affäre des früheren US-Präsidentschaftsbewerbers John Edwards findet jetzt ein juristisches Nachspiel. Mit der Auswahl der Geschworenen begann der Prozess gegen den einst populären Politiker. Der 58-Jährige ist angeklagt, im Vorwahlkampf der Demokraten 2008 illegal 750.000 Euro an Spendengeldern abgezweigt zu haben, um u.a. Arztrechnungen seiner außerehelichen Freundin zu bezahlen.
Das US-Justizministerium wirft ihm auch vor, Wahlkampfspenden illegal benutzt zu haben, um Reisekosten der Freundin zu begleichen und die Affäre vor den Medien zu verheimlichen. Die Frau war damals schwanger geworden und bekam ein Kind.
Edwards hat bereits auf nicht schuldig plädiert. Er habe zwar Fehler gemacht, aber niemals das Gesetz gebrochen. Die eigentliche Gerichtsverhandlung soll später in diesem Monat beginnen. Bei einer Verurteilung drohen dem Demokraten bis zu fünf Jahre Haft.
Der Fall hatte Amerika erschüttert: Der Präsidentschaftsbewerber des Jahres 2008, der später gegen Barack Obama ausschied, hatte die Affäre mit einer Videofilmerin, während seine Ehefrau Elizabeth mit einem schweren Krebsleiden rang. Die vierfache Mutter zog nach 32 Jahren einen Schlussstrich unter die Ehe und schrieb ein Buch über ihr Leben. Ende 2010 starb sie im Alter von 61 Jahren.













