Hohe Tauern: Engere Zusammenarbeit der Länder gefordert
Bei der Präsentation des Tätigkeitsberichts des Kärntner Teils des Nationalpark Hohe Tauern für das vergangene Jahr hat Nationalparkreferent Uwe Scheuch (FPK) mehr Zusammenarbeit der drei Länder Kärnten, Tirol und Salzburg, die Anteile am Nationalpark haben, eingefordert.

Foto © APA
"Da darf es kein Inseldenken und keine Landesgrenzen geben", sagte Scheuch am Donnertag vor Journalisten. Das Land Kärnten werde dafür "Initiative ergreifen".
Die Verteilung im Nationalparkrat sei "nicht zufriedenstellend". Zufriedenstellend sei aber die Entwicklung der Kärntner Nationalparkregion, die 2011 um 2.000 Hektar bei Heiligenblut erweitert wurde. Die sich ergebende Umwegerentabilität und Wertschöpfung sei für Oberkärnten sehr wichtig. 2012 wolle man sich laut Scheuch zudem verstärkt in Forschung und Wissenschaft engagieren. Es gelte im Hinblick auf die nächste EU-Förderperiode, "mehr Geld aus Brüssel" zu lukrieren.
Anno 2011 standen 4,6 Millionen Euro inklusive Zuwendungen an den Tourismus zur Verfügung. Ohne Tourismus flossen 2,8 Millionen Euro - 1,6 Millionen Euro vom Land, 0,7 Millionen Euro vom Bund und 0,5 Millionen Euro von der EU. Der Tourismus wird mit dem heurigen Jahr aus der Nationalparkverwaltung herausgenommen. "Die Gemeinden in der Region übernehmen das selbst", sagte Nationalparkdirektor Peter Rupitsch. Generell sei die Naturschutzarbeit durch die Vertragsregelungen mit knapp 1.000 Partnern wie Bauern und Grundbesitzern "bestens geregelt".













