Polen trauert um Opfer des Smolensk-Unglücks

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Polen gedenkt am Dienstag des Absturzes eines Regierungsflugzeugs in der Nähe der russischen Stadt Smolensk vor zwei Jahren. Neben dem Staatsoberhaupt und seiner Frau Maria waren alle 94 weiteren Passagiere der Maschine ums Leben gekommen. "Ich bin allen dankbar, die an meine Eltern erinnern", sagte Marta Kaczynska, Tochter des bei dem Unglück verstorbenen Staatspräsidenten Lech Kaczynski.
In der Früh besuchte sie dessen Grab auf dem Wawel-Hügel in Krakau. Die rechtskonservative Oppositionspartei "Recht und Gerechtigkeit" von Jaroslaw Kaczynski, dem Zwillingsbruder des verunglückten Präsidenten, nahm demonstrativ nicht an der von der Regierung organisierten Trauerfeier auf dem Warschauer Powazki-Friedhof teil. Sie versammelte sich nach einer Messe vor dem Präsidentenpalast in der Warschauer Innenstadt.
Auf Transparenten kritisierten die Anwesenden die Regierung dafür, dass sie die Ursachen der Tragödie nicht aufklären wolle. "Wie man die Wahrheit über die Wiederauferstehung von Jesus verfälschen wollte, so ergeht es heute der Wahrheit über die Smolensker Katastrophe", sagte ein Priester.
Eine 120-köpfige polnische Delegation traf Dienstag früh in Smolensk ein, wo sie sich am Ort des Absturzes versammelte. Anschließend wollte die Gruppe nach Katyn weiterreisen, wo der Sowjet-Geheimdienst NKWD 1940 mehrere tausend polnische Offiziere und Zivilisten getötet hatte. Die Regierungsmaschine, die vor zwei Jahren abstürzte, sollte die Passagiere zu den damaligen Feierlichkeiten in Katyn bringen.
Die russischen Behörden haben sich unterdessen dazu bereiterklärt, Polen die Wrackteile der verunglückten Präsidentenmaschine zu übergeben. "Die russische Seite ist von nun an bereit, das Verfahren zur Rückgabe der Trümmer in Gang zu setzen", teilte die russische Untersuchungskommission am Dienstag mit. Diese "materiellen Beweise" könnten jedoch erst nach dem endgültigen Abschluss der Ermittlungen nach Polen gebracht werden.












