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Zuletzt aktualisiert: 07.04.2012 um 19:49 UhrKommentare

Die Schüler müssen mit PISA rechnen

Ab Mittwoch sind unsere Schüler wieder gefordert. Schwerpunkt des PISA-Tests ist diesmal nicht Lesen, sondern Mathematik.

Foto © APA

Seine Ergebnisse wirbeln erfahrungsgemäß viel Staub auf in Österreich. Denn die internationale Bildungsstudie, PISA-Test genannt, hat beim letzten Mal im Jahr 2009 ein katastrophales Ergebnis gebracht, vor allem beim Lesen. Die teilnehmenden 15- und 16-jährigen Schüler schnitten dabei mit Platz 31 schlecht ab. Nur die Türkei, Chile und Mexiko lagen noch dahinter.

In Mathematik kam man immerhin auf Platz 18, bei den Naturwissenschaften war es Platz 24. Jetzt wird wieder getestet, es ist bereits der fünfte PISA-Test. Diesmal liegt der Schwerpunkt, wie schon im Jahr 2003, bei der Mathematik. Zudem soll die fächerübergreifende Problemlösungskompetenz der Schüler erfasst werden.

Vom kommenden Mittwoch bis zum 23. Mai finden an stichprobenartig ausgesuchten österreichischen Schulen Testungen statt. Federführend ist dabei das Bundesinstitut für Bildungsforschung, Innovation und Entwicklung (Bifie). In der Steiermark werden 749 Schüler zum zweistündigen Test gebeten, in ganz Österreich sind es rund 5000. 200 Schulen aller Sparten nehmen teil, pro Schule sind es maximal 35 Schüler.

Im Gegensatz zum letzten Mal ist es bisher noch ruhig geblieben um den PISA-Test. Damals waren die Österreich-Ergebnisse nur "unter Vorbehalt" veröffentlicht worden. Der Grund: Die Bundesschülervertretung hatte zum Boykott der Tests aufgerufen. Anlass war der damalige Konflikt zwischen Bildungsministerin Claudia Schmied (SPÖ) und der Lehrergewerkschaft um eine Erhöhung der Lehrverpflichtung.

Wie es scheint, gibt es diesmal keine derartigen Probleme im Vorfeld. Die Ergebnisse werden allerdings erst im Dezember 2013 veröffentlicht.

Kritik an Stichproben

Kritik am PISA-Test kam vor Kurzem aus Linz. Statistiker der Johannes-Kepler-Universität kritisierten die "Ungenauigkeiten" bei den Rankings der Länder. Grund sei die komplexe Stichproben-Auswahl. Diese führe zu oft ungenaueren Ergebnissen als bei zufällig ausgewählten Schülern. Das Bifie weist die Kritik zurück. "Österreich arbeitet in dieser Frage mit internationalen Experten zusammen", sagt Ursula Schwantner, PISA-Projektleiterin beim Bifie. Die Stichprobe unterliege genauen Vorgaben und Kontrollen.

Wie der Test ausfällt, wird sich zwar erst 2013 zeigen - zur Einstimmung können aber auch Sie sich an PISA versuchen. Ein freigegebenes Beispiel finden Sie auf der linken Seite - mit einem Vorteil, den die Schüler nicht haben: Wir liefern Ihnen die Lösung gleich mit.


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