Frankreich will Defizit 2012 stärker eindämmen

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Frankreich ist zuversichtlich, sein Haushaltsloch in diesem Jahr stärker abzubauen als ursprünglich geplant. Nachdem das Defizit im vergangenen Jahr auf 5,2 Prozent des BIP gedrückt werden konnte, setzt sich Haushaltsministerin Pecresse nun für 2012 höhere Ziele. Der Fehlbetrag solle nur noch 4,4 Prozent betragen, kündigte sie am Freitag an. Zuvor waren 4,5 Prozent angepeilt gewesen.
Präsident Sarkozy wertete die Daten in einem Rundfunkinterview als Erfolg für seine Politik. Sarkozy liegt vor der bevorstehenden Präsidentschaftswahl in Umfragen hinter seinem sozialistischen Herausforderer Francois Hollande. Verbesserungen der Wirtschaftskraft sind für ihn daher wichtig.
Dazu passen Daten der Statistikbehörde Insee zum Konsumverhalten der Franzosen im Februar. Wegen eines Kälteeinbruchs in Europa gaben die Franzosen mehr für Energie und warme Kleidung aus, insgesamt belief sich das Plus auf drei Prozent im Vergleich zum Jänner. Im ersten Monat des Jahres war der Konsum noch gesunken.
Der private Verbrauch ist der traditionelle Wachstumsmotor der französischen Wirtschaft. Die Daten deuteten darauf hin, dass das Land auch im ersten Quartal 2012 an einer Rezession vorbeischrammt, sagte Unicredit-Analyst Tullia Bucco. Im Schlussquartal 2011 war die Wirtschaft um magere 0,2 Prozent gewachsen.
Insgesamt steht das Land wirtschaftlich vor großen Herausforderungen. Die Arbeitslosigkeit ist so hoch wie seit zwölf Jahren nicht mehr. Experten gehen von einem weiteren Anstieg in der ersten Jahreshälfte aus. Zudem stieg der Schuldenstand 2011 auf 1,72 Billionen Euro oder 85,5 Prozent des BIP und damit stärker als das Ziel von 84,9 Prozent.












