Gauck bei erster Auslandsreise in Polen

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Der neue deutsche Bundespräsident Joachim Gauck hat bei seiner ersten Auslandsreise die engen Beziehungen zwischen Deutschland und Polen hervorgehoben. Seine Entscheidung für die Reise sei aus dem Herzen gekommen, sagte Gauck am Dienstag bei seinem Besuch in Warschau.
"Für mich ist Polen das europäische Land der Freiheit. Und ein Liebhaber der Freiheit wird sich immer dort wohlfühlen, wo die Freiheit beheimatet ist." Deutschland und Polen verbinde eine Freundschaft, die er und sein Amtskollege Bronislaw Komorowski auch persönlich fortsetzen könnten.
Komorowski wertete es als wichtige Geste, dass Gauck seine erste Auslandsreise als deutscher Bundespräsident nach Warschau unternahm. Der Besuch drei Tage nach Gaucks Vereidigung sei ein "Symbol" dafür, dass die deutsch-polnischen Beziehungen "weiter gehen als eine ganz normale Aussöhnung", sagte Komorowski. Er hob auch die Verpflichtung hervor, gemeinsam für die europäische Integration zu arbeiten.
Gauck erinnerte an die historische deutsche Schuld und die "große Brutalität", mit der Deutsche während der NS-Zeit gegen Polen vorgegangen seien. Vor diesem Hintergrund sei es erfreulich, dass sich die Gespräche mit Komorowski ausschließlich um aktuelle Fragen und um die Zukunft gedreht hätten. "Ich bin mit einer Offenheit und Herzlichkeit empfangen worden, die ich nie für selbstverständlich halten werde."
Gauck forderte seine Landsleute auf, Polen mehr Aufmerksamkeit zu schenken. "Seit meiner Lebenszeit gucken die Deutschen nach Westen", sagte er. Er wünsche sich eine "Blickerweiterung" nach Osten hin. Nach der Begegnung mit Komorowski traf Gauck noch zu einem kurzen Meinungsaustausch mit Regierungschef Donald Tusk zusammen, bei dem es unter anderem um die Zusammenarbeit der beiden Staaten in der EU ging.












