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    Zuletzt aktualisiert: 25.03.2012 um 22:34 UhrKommentare

    Piraten enterten nun auch das Saarland

    Bei der Wahl im kleinen deutschen Bundesland gewinnt zwar die CDU, aber der eigentliche große Gewinner ist erneut die Piratenpartei.

    Foto © Reuters

    Sie sind gekommen, um zu bleiben: Die Piraten ziehen bei der zweiten deutschen Landtagswahl in Folge in ein Parlament ein. Nach Berlin sind sie dank zahlreicher junger Protestwähler künftig auch im Saarland im Landtag vertreten. Die Piraten profitieren bei der vorgezogenen Wahl noch stärker als in Berlin vom Missmut gegenüber den etablierten Parteien, verdanken ihren Erfolg mit 7,4 Prozent aber auch einer schon vor der Wahl scheinbar feststehenden Regierung aus CDU und SPD, während die Grünen und Linken stark an Stimmen verlieren und die FDP mit einem desaströsen Ergebnis scheitert.

    Die CDU gewinnt die Wahl mit komfortablem Vorsprung, die SPD muss sich voraussichtlich mit der Juniorpartnerrolle in der Großen Koalition begnügen. Es war vor allem ein personalisierter Wahlkampf zwischen den beiden Spitzenkandidaten, bei dem sich am Ende Annegret Kramp-Karrenbauer von der CDU gegen den Sozialdemokraten Heiko Maas durchsetzt. Die SPD gewinnt zwar mehr als sechs Prozentpunkte und kommt auf 30,6 Prozent - das reicht jedoch nicht, um an der Union vorbeizuziehen. Die CDU kommt nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis auf 35,2 Prozent und kann damit ihr Ergebnis von 2009 leicht um 0,7 Prozentpunkte steigern.

    Die Linke verliert gegenüber der vorigen Wahl erheblich an Stimmen, fährt aber im Heimatland von Oskar Lafontaine immer noch 16,1 Prozent ein. Die FDP stürzt um über acht Prozentpunkte auf 1,2 Prozent ab und fliegt zum wiederholten Male aus einem Landesparlament. Den Abend zittern mussten die Grünen: Sie ziehen mit 5,0 Prozent ganz knapp in den Landtag ein.


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