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Zuletzt aktualisiert: 25.03.2012 um 10:19 UhrKommentare

Kurz will die Radikalisierung verhindern

Kurz kritisiert, dass in Österreich tätige Imame zumeist in der Türkei ausgebildet werden. Auch Fuat Sanac, Präsident der der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, wünscht sich mehr Deutsch in den Moscheen.

Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz (ÖVP)

Foto © KLZ / HoffmannIntegrationsstaatssekretär Sebastian Kurz (ÖVP)

Integrationsstaatssekretär Kurz (ÖVP) will beim Thema Islam "Radikalisierungstendenzen" entgegenwirken. Dazu bedürfe es auch einer Versachlichung der Debatte, sagte er gegenüber der APA. Wie der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, Fuat Sanac, fordert auch Kurz, dass heimische Imame langfristig nur mehr in Österreich ausgebildet werden und in deutscher Sprache predigen.

Kurz kritisiert, dass in Österreich tätige Imame zumeist in der Türkei ausgebildet würden und somit weisungsgebundene Beamte der türkischen Regierung seien. "Wichtig ist, dass vorgelebt wird, Muslim und Österreicher zu sein", meint der Staatssekretär. Bei diesem Thema sei man mit IGGiÖ-Präsident Sanac "sehr stark auf einer Wellenlänge". Ebenso, das in Moscheen in deutscher Sprache gepredigt werden soll.

Sanac sieht das ähnlich: "Im Internet sehe ich, nur türkisch und arabisch. Ab jetzt will ich es nur mehr auf Deutsch sehen", so der IGGIÖ-Präsident. "Es ist mir sehr wichtig, dass den Muslimen wirklich bewusst wird, dass sie hier zu Hause sind. Wenn sich jemand zu Hause fühlt, dann hat er oder sie ein Heimatgefühl", so Sanac.

Vorurteilen entgegenwirken

Eine Versachlichung der Debatte soll das von Kurz eingerichtete und kürzlich gestartete "Dialogforum Islam" bringen. In sieben Arbeitsgruppen werden ein Jahr lang Themen wie Integration, Imame-Ausbildung und Schulwesen gemeinsam mit Experten diskutiert. Die am Ende verfassten Berichte sollen den einzelnen zuständigen Ressorts übergeben werden. Auch die Frage einer anstehenden Modernisierung des Islamgesetzes von 1912 schwinge dabei immer mit.

Kurz will auch Vorurteilen über den Islam entgegenwirken. "Derzeit gibt es noch sehr viele Mythen."


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