Richard Theiner als Obmann der SVP wiedergewählt
Landesrat Richard Theiner ist am Samstag bei der 58. ordentlichen Landesversammlung der Südtiroler Volkspartei in Meran als Parteiobmann in seinem Amt bestätigt worden. Ohne Gegenkandidat erhielt Theiner 95,3 Prozent der gültigen Delegiertenstimmen. Inhaltlich standen Resolutionen für die sogenannte "Vollautonomie" und den Modus für die Nachfolge von Landeshauptmann Durnwalder auf dem Programm.
Durnwalder schloss bei der Landesversammlung ein erneutes Antreten als Landeshauptmann aus. Wenn die Partei ihn brauche, sei er da - "aber sicher nicht als Landeshauptmann", meinte er. Als sein Vermächtnis sehe er die Botschaft, an dem weiterzubauen, was man gemeinsam erreicht habe, so Durnwalder: "Wir haben mehr erreicht, als viele gehofft hätten".
Die Nominierung des Spitzenkandidaten für die Landtagswahlen 2013 - also für die Nachfolge Durnwalders - wird im Rahmen einer Basiswahl ermittelt. Am späten Nachmittag verabschiedete die Landesversammlung eine entsprechende Resolution. 563 Delegierte stimmten für die Basiswahl, 312 Stimmen entfielen auf eine Nominierung durch die Landesversammlung. Im Anschluss wurde auch die erforderliche Änderung des Parteistatutes vorgenommen.
"Wir wollen die Vollautonomie", hatte Theiner in seiner Ansprache bekräftigt. Außer der Außen- und Verteidigungspolitik sollen alle Kompetenzen an das Land und die Gemeinden übergehen. Zentraler Punkt dabei sei die Steuerhoheit. Auch wenn diese unpopulär sei, müsse man deren Möglichkeiten zu mehr Steuergerechtigkeit und Rechtssicherheit nützen, so der Obmann.
Der Weg werde ein langer und einer mit vielen Hindernissen sein, man müsse ihn aber gemeinsam mit dem Trentino gehen. Wichtig sei, dass alle drei Volksgruppen im Land damit einverstanden seien. Ins gleiche Horn stieß der Trentiner Landeshauptmann Lorenzo Dellai, der die SVP in ihrem Streben nach der sogenannten "Vollautonomie" bestärkte.












