Russland fordert von Syrien Unterstützung Annans

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Russland hat in ungewöhnlich scharfen Worten die syrische Regierung aufgefordert, den Friedenseinsatz des UNO-Gesandten Annan zu unterstützen. Sie solle schnell und ohne Verzögerung das Vorgehen des ehemaligen Generalsekretärs der Vereinten Nationen unterstützen, erklärte Außenminister Lawrow in einem am Samstag veröffentlichten Interview. Man erwarte dies allerdings auch von der Opposition.
Lawrow betonte, dass Russland "nicht die syrische Regierung unterstützt". Vielmehr sei es nötig, einen politischen Prozess zu beginnen, hieß es in dem Text des Interviews, der auf der Website des Ministeriums veröffentlicht wurde. "Dazu ist zuerst ein Waffenstillstand notwendig."
Nach Schätzungen der UNO sind bei dem seit etwa einem Jahr anhaltenden Aufstand in Syrien mehr als 8.000 Zivilisten ums Leben gekommen. Russland und China hatten Anfang Februar mit einem Veto im UNO-Sicherheitsrat die Verurteilung der syrischen Regierung verhindert. Die beiden Länder werfen dem Westen und arabischen Staaten - die Annan ebenfalls vertritt - vor, Präsident Assad stürzen zu wollen. Russland ist ein langjähriger Verbündeter Syriens.
Unterdessen verurteilte UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon die Anschlagsserie in der syrischen Hauptstadt Damaskus mit mehr als 30 Toten. Er habe den Angehörigen der Opfer und dem syrischen Volk sein Beileid übermittelt, sagte der Sprecher Bans. Der UNO-Chef rief zur sofortigen Einstellung aller Gewalt in Syrien auf.
Nach Damaskus wurde unterdessen am Sonntag auch Syriens zweitgrößte Stadt Aleppo von einem Bombenanschlag erschüttert. Das Staatsfernsehen meldete, die Autobombe sei in einem Wohngebiet explodiert. Nach Darstellung aus der Opposition gab es Tote und Verletzte. In der Nähe des Explosionsortes befinde sich eine Einrichtung der Sicherheitsbehörden.
In der Hauptstadt Damaskus waren am Vortag bei der Detonation zweier Autobomben mindestens 27 Menschen verletzt worden. Die Anschläge waren gegen Sicherheitsbehörden gerichtet. Am Sonntag kam es erneut zu Schusswechseln und Demonstrationen in mehreren Städten, berichteten die Lokalen Koordinierungskomitees.












