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Zuletzt aktualisiert: 15.03.2012 um 15:09 UhrKommentare

Schweizer Paar nach Geiselhaft in Pakistan frei

Foto © APA

Nach mehr als acht Monaten Geiselhaft sind zwei in Pakistan entführte Schweizer frei gekommen. Sie seien in der Stadt Peshawar in Sicherheit, sagte ein Sprecher der pakistanischen Armee am Donnerstag. Der 31-jährige Berner Polizist und seine 28-jährige Freundin sind demnach "unversehrt und gesund", wie Armeesprecher General Athar Abbas mitteilte.

Aus Kreisen des Geheimdienstes war zu erfahren, dass das Paar am Donnerstag in der Früh (Ortszeit) an einem Kontrollposten in der Nähe der Stadt Miranshah in Nord-Waziristan aufgefunden wurde. Anschließend wurde es per Helikopter in die weiter südlich gelegene Großstadt Peshawar transportiert. Dort würden sie momentan befragt.

Unklar blieb zunächst, wie das Schweizer Paar freigekommen war. "Sie haben uns versichert, dass sie es geschafft haben zu fliehen", sagte Abbas. Aus Geheimdienstkreisen hieß es dagegen, die Taliban hätten die Geiseln freigelassen, nachdem mit der Schweizer und der pakistanischen Regierung eine Übereinkunft erzielt worden sei.

Ein pakistanischer Geheimdienstmitarbeiter, der anonym bleiben wollte, sagte: "Von der Schweizer Regierung wurde Lösegeld gezahlt, aber es ist nicht klar, in welcher Höhe. Die pakistanische Regierung ließ Gefangene frei, aber es ist nicht klar, wie viele." Die Schweizer Botschaft in Islamabad sowie das Schweizer Außenministerium gaben zur Freilassung der Geiseln vorerst keine Erklärung ab.

Die Schweizer waren Anfang Juli im Nordosten Baluchistans (Belutschistans) entführt worden. Sie waren in einem Campingbus unterwegs und wollten in den Bergen des Distrikts Loralai übernachten. Die Region gilt als Transitroute der radikal-islamischen Taliban zwischen dem pakistanischen Stammesgebiet Süd-Waziristan und Afghanistan. Die pakistanischen Taliban verschleppten die Geiseln nach Nord-Waziristan an der afghanischen Grenze, wie ein angeblicher Taliban-Sprecher erklärte. Weiterhin sind in Pakistan ein deutscher, ein italienischer und ein amerikanischer Entwicklungshelfer verschleppt.

Quelle: APA

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